Neuenburg Das Dreiländereck in den Fokus gebracht

Alexander Anlicker
Unter dem Motto „Vier sind Eins“ sorgten die Stadtmusik Neuenburg, die Musikvereine Grißheim und Zienken sowie die Trachtenkapelle Steinenstadt für einen musikalischen Willkommensgruß beim Neujahrsempfang. Foto: Alexander Anlicker

Von Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein. Für Neuenburgs Bürgermeister Joachim Schuster war es der letzte Neujahrsempfang in offizieller Funktion. „Am 31. Mai werde ich nach 32 Jahren die Brücke auf unserem Schiff verlassen und ab 1. Juni wird ein Neubeginn stattfinden. Es ist eine große Ehre solange einer Stadt dienen zu dürfen“, betonte er in seiner Neujahrsansprache.

Der Zähringersaal des Neuenburger Stadthauses war nach fast drei Jahren Corona-Pause gut gefüllt. Für einen musikalischen Willkommensgruß sorgten zu Beginn gemeinsam die Stadtmusik Neuenburg, die Musikvereine aus Grißheim und Zienken sowie die Trachtenkapelle Steinenstadt. Anschließend spielte die Bigband des Kreisgymnasiums Neuenburg.

164 Tage LGS

„Im Jahr 2022 haben wir gezeigt, zu was ein Gemeinwesen in der Lage ist, wenn es gilt, besondere Herausforderungen zu meistern. Für 164 Tage Landesgartenschau Baden-Württemberg waren wir bislang als kleinste Kommune Gastgeber und für unsere Stadt, unsere Region und unser Bundesland hervorragende Botschafter. Wir haben das Dreiländereck in den Fokus gebracht und grenzüberschreitende Zusammenarbeit demonstriert“, sagte Schuster rückblickend auf das Landesgartenschau-Jahr.

„Begleitet wurden das vergangene Jahr und die Jahre zuvor aber auch von vielen ernüchternden Ereignissen. Klimawandel, Corona-Pandemie, Kriege und Flüchtlinge in der Welt, steigende Preise und Menschen in Not“, sagte Schuster und freute sich, dass heute das öffentliche Leben mit seiner ganzen Vielfalt wieder zurück sei. „Schnell sind allerdings alle diejenigen wieder vergessen, die mit großem Idealismus über ihre Belastungsgrenzen hinaus gegangen sind, wie zum Beispiel medizinisches und pflegendes Personal und alle Hilfseinrichtungen.“

Beim Thema Klimaschutz verwies Schuster darauf, dass sich die Stadt beim European Energy Award engagiere und nannte als Beispiel den Bau eines Nahwärmenetzes. Mit Wärme aus Holzhackschnitzeln werden drei Schulen, zwei Großsporthallen, das Hallenbad, das betreute Wohnen und demnächst auch das Hochhaus versorgt.

Flucht

Unter den Neubürgern hieß Schuster auch alle Flüchtlinge willkommen. 150 Geflüchtete aus aller Welt hätten seit 2015 in Neuenburg Unterkunft gefunden, weitere 105 ukrainische Menschen hätten ihre Flucht hierher geschafft. Davon seien allein 63 Personen in privaten Unterkünften und bei Familien aufgenommen worden.

Investitionen

Schuster dankte den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die in den vergangenen Jahren stark gefordert gewesen sei. Er nannte Millioneninvestitionen in das Sportbad in Steinenstadt, in die städtebaulichen Entwicklungen wie Ausbau der Schlüsselstraße, Bau des Parkhauses am Rheintor, der Zähringerbrücke und des Bertholdturms sowie den Ausbau des Stadtparks am Wuhrloch mit neuem fünfgruppigen Kindergarten, Ausbau der Altrheinhalle und Sanierung der Vereinsheime im Stadtpark am Wuhrloch.

Ausblick

Bis zum Frühlingsbeginn werden die Einzäunungen des Landesgartenschaugeländes fallen und die Bevölkerung ihr neues Ausflugsgebiet genießen können, versprach Schuster.

Als umfassendes Projekt bezeichnete Schuster die Fertigstellung des Münsterplatzes. „Bis spätestens Mai soll der neu gestaltete Platz auf dem Deckel des Parkhauses fertig sein.“ In der Planungsphase angekommen ist auch das neue Wohngebiet „Mittlere Riese“, nördlich des Kreisverkehrs Richtung Zienken.

Über die Ehrungen beim Neujahrsempfang berichten wir noch.

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