Neuenburg Die Gartenschau als Krimi-Kulisse

Jutta Geiger hat einen Krimi verfasst.Fotos: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Es dauert noch etwas mehr als ein Jahr bis zur Eröffnung der Landesgartenschau in der Zähringerstadt. Wie läuft so ein Gartenschaujahr ab, wenn alles fertig und die Ausstellung eröffnet ist? Diese Frage stellte sich auch Jutta Geiger aus Neuenburg. Heraus kam dabei der Roman „Tulpengrab“.

Von Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein. Die 49-Jährige hat ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und den kommenden Gartenschausommer mit einer spannenden Geschichte im Stil von Alfred Hitchcocks Filmklassiker „Immer Ärger mit Harry“ verwoben. Die Autorin berichtet im Gespräch mit unserer Zeitung von der Entstehung des Romans.

Frage: Wie kamen Sie auf die Idee zu ihrem Roman „Tulpengrab“?

Ich habe mich gefragt, was passiert während der Landesgartenschau übers Jahr. Das Thema ist verlockend. Ich finde so eine Gartenschau ist eine spannende Kulisse.

Frage: Der Roman spielt im fiktiven Ort Oberrosendorf am Rhein. Einheimische erkennen doch die eine oder andere Parallele zur Zähringerstadt. Der Weibelsee ist unschwer mit dem Wuhrloch zu identifizieren, ebenso die geplante Brücke über den Autobahnzubringer mit dem Aussichtsturm samt Aufzug oder die Kleingartenanlage.

Es war ursprünglich eine Geschichte die in Neuenburg am Rhein spielte. Ich habe lange überlegt und dann alles auf Oberrosendorf umgemünzt. Im November habe ich dann den fertigen Roman innerhalb von zwei Wochen umgeschrieben. Ich wollte niemandem zu nahe treten, wobei die Figuren keine realen Vorbilder aus der Region haben. Ich habe mich unter anderem von Teilnehmern aus der Fernsehshow „Lets Dance“ inspirieren lassen.

Frage: Die Geschichte ist für einen Krimi eher ungewöhnlich. Es gibt einen Todesfall ganz zu Beginn und auch der Verursacher steht für den Leser gleich fest. Hatten Sie keine Angst, dass die Spannung verloren geht?

Ich wollte einfach einen anderen Ansatz wählen. Auch wenn es keine Komödie ist, erinnert die Handlung etwas an den Film „Immer Ärger mit Harry“ mit dem Unterschied, dass Andreas Wunderberg sich einen ganzen Sommer bemüht eine Leiche verschwinden zu lassen.

Frage: Die Tote war eine begnadete Softball-Spielerin, und eines der wenigen Talente von Andreas Wunderberg ist das Tanzen. Wie viel steckt von Ihnen in den Personen?

Ich wollte über Sportarten  schreiben, in denen ich mich gut auskenne. Mein Mann und ich tanzen gerne und dann habe ich mich anderthalb Jahre in einer Baseball-Freizeitmannschaft ausprobiert.

Frage: Wie lange haben Sie an Ihrem Roman geschrieben?

Etwa drei Monate lang, ich hatte im Mai damit angefangen. Nachdem mir die Hauptpersonen eingefallen waren, schrieb sich das Buch fast von alleine. Mein Mann hat die fertigen Seiten zum Lesen bekommen. Er fand’s gut, und so hab ich lustig an der Geschichte weitergeschrieben.

Frage: Hatten Sie noch mehr Testleser?

Meine Geschwister und enge Freunde. Eine Kollegin hat das Buch ebenfalls gelesen. Sie hat bis zum Schluss gehofft, dass Andreas Wunderberg davon kommt. Weil er als Mensch so unvollkommen ist.

Frage: Was kommt als nächstes?

Die Frage war ja, was passiert während der Landesschau. Daran knüpft sich die Frage an, was passiert danach? Es geht also weiter. Zwar sind alle Hauptpersonen weg, aber es wird eine neue Hauptperson geben, die im Roman nur am Rande vorkam.

Die Autorin stammt aus dem schwäbischen Affalterbach, ist 49 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Söhnen. Seit 1998 lebt sie mit ihrer Familie im Markgräflerland, zunächst in Schliengen und seit 2005 in Neuenburg. Von 2012 bis 2020 arbeitete die gelernte Sekretärin als freie Journalistin.

Der Roman „Tulpengrab“ ist im Selbstverlag bei „Books on Demand“ erschienen, hat 292 Seiten und kostet 9,99 Euro (Paperback) beziehungsweise 6,99 Euro (E-Book). ISBN 375194732

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