Neuenburg Digitalisierung geht voran

Weiler Zeitung

Die Stadtbibliothek Neuenburg rüstet sich für die Zukunft und treibt die Digitalisierung weiter voran. Gleichzeitig wurde mit neuer Möblierung die Aufenthaltsqualität gesteigert. Das Erdgeschoss präsentiert sich nun als „Treffpunkt Marktplatz“ und das Obergeschoss als „Treffpunkt Bibliothek“ mit einer gemütlichen Cafélounge.

Von Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Neuenburger Stadtbibliothek aus dem Programm „Vor Ort für Alle“ des Deutschen Bibliotheksverbands mit rund 22 000 Euro gefördert.

Die Fördermittel flossen sowohl in die Verbesserung der Aufenthaltsqualität als auch in die Digitalisierung.

Schwerpunkt sei dabei, die Bibliothek als sogenannten dritten Ort zu stärken, erläuterte die Leiterin der Stadtbibliothek Angelika Schweizer. Dritter Ort meint dabei einen nicht kommerziellen Aufenthaltsort neben dem Zuhause beziehungsweise dem Arbeitsplatz oder der Schule.

Präsentationsmodule sorgen im Erdgeschoss für einen Marktplatzcharakter und im Obergeschoss wurde eine kleine Sitzecke mit Cafébar geschaffen. Letztere zielt laut Schweitzer auf die Zeit nach Corona, aber schon jetzt dürfen Besucher für einen Kaffee die Maske absetzen, wenn der Abstand gewahrt bleibe.

Im November vergangenen Jahres hat die Stadt nun beim Förderprojekt „Wissenswandel – Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive innerhalb von Neustart Kultur“ einen Förderantrag gestellt, um die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Auch hier hat der Deutsche Bibliotheksverband den Antrag bewilligt. Für den Einsatz der RFID-Technologie (Radio-Frequency Information) für die Selbstverbuchung und Selbstrückgabe der Medien wurden 30 000 Euro bewilligt.

20 000 Etiketten mit Transpondern geklebt

Während des Lockdowns wurden rund 20 000 Medien mit RFID-Transponder-Etiketten beklebt. Zudem wurden noch die Schnittstellen zur Bibliothekssoftware und zwei Selbstverbuchungsterminals beschafft. Diese verfügen über einen Touchscreen mit einer intuitiven Benutzerführung. Außerdem sind die Terminals mit einem Rollstuhl unterfahrbar.

Die Nutzer profitieren von einem zügigen Ausgabe- beziehungsweise Rückgabeprozess. Der Vorteil der RFID-Chips gegenüber dem Barcode ist, dass die Medien nicht eines nach dem anderen über den Scanner gezogen werden müssen, sondern der ganze Stapel auf einmal erfasst wird.

Das Bibliotheksteam mit Leiterin Angelika Schweizer sowie Anne Martin und Sonja Heinrich steht den Nutzern bei Bedarf beratend zur Seite. Mit der Selbstverbuchung haben die Mitarbeiter mehr Zeit für qualitative Beratung und fundierte Informationsvermittlung.

Neben klassischen Printmedien umfasst das Angebot unter anderem auch E-Books und Filme. Gerade im Bereich der Onleihe und beim Streamingdienst „Filmfriend“ seien die Nutzerzahlen während der Lockdown-Zeit gestiegen, berichtet Schweizer.

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