Neuenburg Ehrenamtliche Helfer gesucht

LGS-Geschäftsführerin Andrea Leisinger (r.) stellt mit ihren Mitarbeiterinnen Jasna Sänger (l.) und Ellen Meier (2.v.r.) sowie dem „Rheinheimischen“ Lars Schuh die Möglichkeiten vor, sich ehrenamtlich einzubringen. Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Wer sich ehrenamtlich bei der Landesgartenschau einbringen will, hat am Samstag, 31. Juli, Gelegenheit, sich vor Ort über die verschiedenen Möglichkeiten der Beteiligung zu informieren. Die Landesgartenschau 2022 Neuenburg am Rhein GmbH präsentiert von 13 bis 17 Uhr im Bereich des künftigen Haupteingangs an der Ecke Vogesenstraße/Rheinwaldstraße Projekte zur Bürgerbeteiligung.

Von Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein. „Wir freuen uns, die Ehrenamtlichen mehr in Szene setzen zu können“, sagte LGS-Geschäftsführerin Andrea Leisinger bei einem Pressegespräch im Vorfeld des Informationstags. Die ursprünglich für den Herbst geplante Veranstaltung sei kurzfristig vorgezogen worden. „Wir wissen nicht, wie sich Corona nach den Ferien entwickelt“, sagte sie.

Jasna Kappeler und Ellen Meier, die bei der Landesgartenschau für die Koordination der Ehrenamtlichen zuständig sind, erläuterten die Möglichkeiten der Beteiligung und die bereits bestehenden Gruppen.

Rheinheimische

„Rheinheimische“ heißen die Ehrenamtlichen, die sich auf dem Gartenschaugelände einbringen sollen. Etwa 110 Menschen hätten sich bereits über Social-Media-Kanäle gemeldet. Unter anderem geht es darum, die Besucher am Eingang zur Landesgartenschau in Empfang zu nehmen. Etwa 300 „Rheinheimische“ werden dafür benötigt, schätzt Leisinger. Während in anderen Bundesländern meist schwarz gekleidete Sicherheitsdienstmitarbeiter am Eingang stehen, werden die Besucher in Baden-Württemberg von Ehrenamtlichen empfangen, berichtet sie. Darüber hinaus sollen sie den Besuchern den Weg über das Gelände weisen.

Zudem werden noch 20 Ehrenamtliche für die Kinderbetreuung benötigt. Ab Herbst mache man sich auf die Suche nach Ehrenamtlichen für das Geländeteam, die unter anderem Mülleimer leeren sowie Sonnenschirme auf- und zumachen. Aber auch bei großen Veranstaltungen und den geplanten Thementagen werden jeden Menge helfende Hände gebraucht.

Schulungen

Die Ehrenamtlichen werden geschult und erhalten bei Führungen einen Einblick in das Gelände, so dass sie den Besuchern mit Rat beiseite stehen können. Jeder Ehrenamtliche absolviert zudem einen Erste-Hilfe-Kurs. Eingesetzt werden die Helfer in Vier-Stunden-Schichten, in die sie sich online eintragen können. Jeder sollte etwa zehn Schichten übernehmen, erklärte Leisinger. Im Gegenzug erhalten die Ehrenamtlichen neben der Ausbildung auch ein T-Shirt und eine Jacke. Außerdem gibt es ein Helferfest für alle und – was bei anderen Gartenschauen nicht selbstverständlich ist – auch eine Dauerkarte.

Die „Rheinheimischen“ müssen nicht unbedingt am Rhein heimisch sein, betonte Leisinger. Unter den Freiwilligen, die sich bislang gemeldet hätten, seien auch Menschen aus den Umlandgemeinden sowie aus Freiburg und dem Elsass.

Was sie motiviert, mitzumachen, erläuterten die „Rheinheimischen“ Damaris Zindler und Lars Schuh.

„Wir sind vier Freundinnen und haben uns zu viert angemeldet“, erklärte Damaris Zindler, die seit 26 Jahren in der Zähringerstadt lebt. „Ich finde es toll für die Stadt und auch das Umland wird profitieren“, unterstreicht sie.

Bereits vor anderthalb Jahren hat sich der Neuenburger Lars Schuh über Social-Media-Kanäle als Freiwilliger gemeldet. „Ich habe die meiste Zeit hier in Neuenburg verbracht“, sagte der 36-Jährige. Da er sich als Jugendlicher mit anderen auf der Panzerplatte am Rheinufer getroffen habe, habe er auch eine besondere Beziehung zum Landesgartenschaugelände. Er wird sich beim Besucherempfang und bei Führungen engagieren.

Gästeführer

Die Gästeführer, welche die Besucher durch das Gartenschaugelände führen sollen, werden gesondert geschult und zertifiziert, erklärte Leisinger. Diese sollen auch eine Aufwandsentschädigung erhalten.

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