Neuenburg Ein umfangreiches Paket

Hauptachse der „Rheingärten“ ist die „Rheinterrasse“ entlang des Rheinufers. Foto: zVg

Neuenburg am Rhein - Mit großen Schritten geht es mit den Planungen für die Landesgartenschau und die Infrastrukturprojekte im Umfeld voran.

Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Neuenburger Gemeinderats hat am Montag die Entwürfe sowie die Offenlage für den Flächennutzungsplan für die Bereiche „Rheingärten“ und „Wuhrlochpark“ beschlossen, außerdem gab es grünes Licht für die Bebauungspläne „Rheingärten“, „Wuhrlochpark“ und „Kronenrain“. Zudem stimmte der Ausschuss dem Bauantrag für das Parkhaus am Kronenrain zu.

Es war ein umfangreiches Paket, das die Stadtplaner Matthias Sammel und Jürgen Schill vom Büro FSP sowie der Landschaftsplaner Ralf Wermuth, die Biologin Juliane Prinz und Lärmschutzgutachter Axel Jud im Ausschuss vorstellten.

Flächennutzungsplan

Eine Vielzahl von kleinen Änderungen habe die Anpassung des Flächennutzungsplans erforderlich gemacht, erläuterte Christian Sammel. So seien bereits im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms Wald- in Grünflächen umgewandelt worden, die Gemeinbedarfsfläche des Wasser- und Schifffahrtsamts ist geringer geworden, an der Mühlhauser Straße wird eine Sonderfläche für ein Alten- und Pflegeheim ausgewiesen, und die ursprünglich einmal für Geothermie vorgesehene Fläche ist obsolet und wird wieder zur Landwirtschaftsfläche. Zudem werden im Bereich „Rheingärten“ die geplanten LGS-Parkplätze von der Grün- zur Verkehrsfläche umgewidmet.

Im „Wuhrlochpark“ wird eine Gemeinbedarfsfläche für die geplante Kindertagesstätte ausgewiesen, zudem sind Flächen für Spiel- und Sportanlagen (Kinderspielplatz und Skaterpark) vorgesehen. Ferner ist eine Fläche für den Turm zur Brücke über die B 378 geplant.

Rheingärten

Planer Jürgen Schill stellte den Bebauungsplanentwurf vor. Nach wie vor ist für einen Teil der 21,3 Hektar großen Fläche eine extensive Nutzung mit Streuobstwiesen vorgesehen. Hauptachse ist die „Rheinterrasse“ entlang des Rheinufers, die während der Landesgartenschau „intensiv bespielt“ werden soll. Hinzu kommen Parkplätze im Nordosten des Plangebiets.

„Arche“

Erstmals konkret vorgestellt wurden unter dem Stichwort „Arche“ die Ideen für den Bereich des abgerissenes Rheinwärterhauses. Hier soll ein moderndes Gebäude in Form eines Schiffsbugs entstehen, berichtete Schill. Im Bebauungsplan ist eine „Tourismusaffine Nutzung“ vorgesehen. Schill nannte dabei unter anderem die Nutzungen Gastronomie, ein kleiner Beherbergungsbetrieb im Obergeschoss, Fahrrad- und Kanuverleih, ein Tourismus-Infopunkt sowie ein „grünes Trauzimmer“. Bürgermeister Schuster betonte, dass es sich nur um mögliche Nutzungen handelt, und noch nichts feststehe.

„Wuhrlochpark“

Der Kastanienpark soll im wesentlichen erhalten bleiben, betonte Schill bei der Vorstellung des Entwurfs für den Bebauungsplan „Wuhrlochpark“ (4,7 Hektar). Der Plan umfasst Baufenster für die Kindertagesstätte im Norden sowie für den rund 30 Meter hohen Aussichtsturm in der Südwestecke des Plangebiets. Ferner werden Flächen für den Kinderspielplatz und die Skateranlage sowie einen Kiosk festgelegt.

Natur- und Artenschutz

Planer Ralf Wermuth stellte die Grünordnungspläne für die beiden Plangebiete vor. Im Bereich des Bebauungsplans „Rheingärten“ ging er auf verschiedene Flächen ein, die als Streuobst-, Fett- oder Magerwiesen teil des Gartenschaugeländes sind. Vorgesehen ist auch die Schaffung eines Biotops mit der Anpflanzung von Trüffelgehölzen.

Durch die Versiegelung an anderen Stellen sind externe Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Nördlich von Zienken sollen im Bereich der Hügelheimer Runs rund 6500 Quadratmeter aufgeforstet werden, ferner wird in Steinenstadt eine vorhandene 4000 Quadratmeter große Magerwiese aus dem Ökokonto ausgebucht. Für die Kindertagesstätte und die Skateranlage im Wuhrlochpark werden weitere 3600 Quadratmeter aus dem Ökokonto ausgebucht.

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