Neuenburg-Steinenstadt - Die Hochspannungsleitung vom pfälzischen Daxlanden nach Kühmoos (Landkreis Waldshut-Tiengen) soll ausgebaut werden. Da diese auch die Gemarkung von Steinenstadt berührt, ist die Stadt Neuenburg im Rahmen des Scopin-Verfahrens vom Regierungspräsidium zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.

Geplant ist, die bestehenden Strommasten mit weiteren Leitungskabeln zu versehen – die Rede ist dabei von Zubeseilung –, und die Spannung von 220 Kilovolt auf 380 Kilovolt zu erhöhen. Laut den vorliegenden Scoping-Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren werde sich das elektrische und magnetische Feld im Vergleich zum Bestand leicht erhöhen. „Auch nach der Zubeseilung werden die Grenzwerte der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung an den maßgeblichen Immissionsorten deutlich unterschritten“, heißt es in der Vorlage.

In der vom Gemeinderat beschlossenen Stellungnahme bittet die Stadt darum, die Möglichkeit einer Erdverkabelung zu prüfen. Dies sei im Sinne der Bürger, begründete Bürgermeister Joachim Schuster die Vorlage der Verwaltung. Zugleich machte er aber auch deutlich, dass die Aussichten für eine Erdverkabelung gering seien, da es sich nicht um den Neubau, sondern die Ertüchtigung einer bestehenden Leitung handle. Eine Erdverkabelung sei auch finanziell nicht darstellbar.