Neuenburg Feuerwehrleute bekommen sechs Euro pro Einsatz

Bürgermeister Joachim Schuster (v.l.) und Gesamtkommandant Andreas Grozinger mit dem neuen Grißheimer Führungstrio Dominik Petermann, Dirk Kalchschmidt und Sebastian Lösch Foto: Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein (anl). Die Feuerwehr war gleich mehrfach Thema im Neuenburger Gemeinderat.

Zunächst stimmte das Gremium der Wahl von Dominik Petermann als Nachfolger von Klaus Richter im Amt des Abteilungskommandanten der Abteilung Grißheim zu. Zu Stellvertretern wurden Dirk Kalchschmidt und Sebastian Lösch gewählt. Die Wahl sollte ursprünglich im November vergangenen Jahres stattfinden und wurde coronabedingt verschoben. Sie fand im Juli im Rahmen einer Mannschaftsdienstbesprechung statt. Die Verabschiedung von Klaus Richter soll noch in einem würdigen Rahmen nachgeholt werden.

Darüber hinaus beschloss der Gemeinderat die Änderung der Satzung der Freiwilligen Feuerwehr um die Durchführung von Briefwahlen sowie Online-Versammlungen zu ermöglichen und die Satzung somit an die Corona-Bestimmungen anzupassen.

Darüber hinaus wurde die Feuerwehr-Kostenersatz-Satzung neu geregelt. Die Leistungen der Feuerwehr sind unentgeltlich, sofern sie Pflichtaufgaben wie Brände und öffentliche Notstände betreffen. Es gibt aber auch ersatzpflichtige Einsätze, beispielsweise wenn motorbetriebene Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge betroffen sind. Als Beispiel nennt Gesamtkommandant Andreas Grozinger ein verunfalltes Boot auf dem Rhein. Muss die Feuerwehr wegen eines verunfallten Schlauchbootes ausrücken, dann ist die Hilfeleistung kostenlos, hat das Schlauchboot einen Motor, dann kostet die Hilfe Geld.

Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute werden mit 14 Euro pro Stunde und die Hauptamtlichen mit 25 Euro pro Stunde in Rechnung gestellt. Eine gute Nachricht hatte Grozinger für die Vereine: Die Brandsicherheitswachen werden nur noch mit zwölf Euro pro Mann und Stunde statt bisher 17,20 Euro in Rechnung gestellt.

Darüber hinaus wurde die Entschädigungssatzung neu gefasst. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute erhalten künftig pauschal eine Entschädigung von sechs Euro pro Einsatz und die Atemschutzgeräteträger von neun Euro. Darüber hinaus erhalten die Wehrleute eine Aufwandsentschädigung für den Besuch von Lehrgängen, gestaffelt nach der Lehrgangsdauer. Für 20 Unterrichtseinheiten (UE) gibt es 20 Euro, für 40 UE 40 Euro, für 80 UE 80 Euro und für mehr als 80 UE 100 Euro.

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