Neuenburg Gartenschau als Lernort bietet Einblick in spannende Projekte

Neuenburg am Rhein. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarze­lühr-Sutter (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) informierte sich bei einem Baustellenbesuch über die Planungen zur Landesgartenschau sowie einzelne Projektbeiträge zu den Themen Natur- und Artenschutz, Grundwasserdiversität sowie Gartenschauen als Lernorte, heißt es in einer Mittelung der LGS 2022 Neuenburg GmbH.

Erstmals vorgestellt wurden in diesem Rahmen Details zur geplanten Ausstellung zum Thema „Grundwasserökologie“ im aquaponischen Gewächshaus sowie zum Thema „Gartenschauen als Lernort“.

Grundwasserökologie

Bereits im Jahr 2018 sind einige grundwasserökologische Projekte gestartet, deren Ergebnisse in die Wanderausstellung des Senckenberg Museums einfließen. So wurden verschiedene Projekte (Bachelor/Masterarbeiten, Projektstudien und Facharbeiten) zur Kartierung der Grundwasserdiversität durchgeführt. Beim Bürgerforschungsprojekt der „Flohkrebse“ nehmen engagierte Neuenburger Bürger Wasserproben, werten diese aus und geben sie an das Institut für Grundwasserökologie in Landau weiter, heißt es.

„Grundwasser lebt“

Die Wanderausstellung „Grundwasser lebt” des Senckenberg Museums in Görlitz gewährt einen Einblick in die Unterwasserwelt tief unter unseren Füßen. Die Ausstellung zeigt die Entstehung von Grundwasser, seine Nutzung und Gefährdung. Sie beschreibt die Organismen, die im Grundwasser leben, und ihre Bedeutung für das Ökosystem und die Menschen als seine Nutzer. Innovative Vermittlungsmedien, die neueste Forschungsdaten zeitnah in die Ausstellung übertragen, zeigen den aktuellen Zustand des Grundwassers. Bürgerwissenschaftler erfassen Tiere im Grundwasser im Raum Neuenburg und dokumentieren so seine Umweltqualität. Diese Daten sind in der Ausstellung zu sehen.

Als Kuratorin des Ausstellungsprojekts wurde Helga Zumkowski-Xylander gewonnen, die für die Entwicklung einer Ausstellung zum Thema Boden 2018 mit dem renommierten Grüter-Preis für Wissenschaftskommunikation ausgezeichnet wurde.

Gartenschauen als Lernort

Als spannender Wissens- und Lernort für Nachhaltigkeit soll die Landesgartenschau in Neuenburg einen Raum bieten, in dem sich Neugier und Wissbegierde im kreativen Experiment und in der selbstständigen Entdeckung entfalten können, heißt es weiter. Dafür steht das DBU-Projekt des bundesweiten Netzwerks „Gartenschauen als Lernort für Nachhaltigkeit“. Im Ausstellungsjahr soll es zu den Themen Agrar-, Umwelt und Nachhaltigkeitsbildung verschiedene Work-Camps und Aktionen geben, die sich speziell an Auszubildende, Studenten und Erwachsene richten. Mit den VHS-Kursen zu den Themen „Flaschengärten“ und „Mini-Teiche“ sind darüber hinaus erste Bürgerprojekte in Neuenburg am Rhein angelaufen. Die offizielle Gründung des Netzwerks wurde bislang pandemiebedingt verschoben, dies soll nun am 15. September 2022 auf der Landesgartenschau stattfinden.

Rita Schwarzelühr-Sutter zeigte sich begeistert von der Vielfalt der thematischen Bausteine, die aktuelle Themen wie Natur- und Artenschutz oder den Klimawandel aufgreifen und die Besucher für diese Inhalte sensibilisieren sollen. Gerade die vergangenen Pandemie-geprägten Monate hätten gezeigt, wie wichtig Naturräume als Rückzugs- und Erholungsort sind.

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