Neuenburg „Heimat shoppen“ in Neuenburg

Weiler Zeitung
IHK-Innenstadtberater Thomas Kaiser (v.l.) und die Vorsitzenden des Neuenburger Gewerbevereins Bettina Rudolph, Thomas Senfund Frank Zipper stellen die Aktion „Heimat shoppen“ vor, die mit dem verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Kartoffelmarkts startet. Foto: Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein (anl). Der verkaufsoffene Sonntag am 3. Oktober anlässlich des Neuenburger Kartoffelmarkts ist Auftakt zur Aktion „Heimat shoppen“, die der Neuenburger Gewerbeverein gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein durchführt.

Die Zähringerstadt ist eine von drei Modellstädten, mit der die IHK-Initiative „Heimat shoppen – regional einkaufen und genießen“ in Baden-Württemberg startet.

Thomas Kaiser, Innenstadt-Berater der IHK, freut sich, dass der verkaufsoffene Sonntag im Rahmen des Kartoffelmarkts stattfinden kann. Viele Gemeinden hätten immer noch die Reißleine gezogen was Großveranstaltungen betrifft, stellt Kaiser fest.

Die Initiative „Heimat shoppen“ sei vor mehr als zehn Jahren von der IHK Krefeld ins Leben gerufen worden, berichtet der Handels-Experte. Zwischenzeitlich beteiligen sich 320 Städte in neun Bundesländern. Elzach, Neuenburg und Titisee-Neustadt seien nun die ersten Städte in Baden-Württemberg, die beim Modellprojekt „Heimat shoppen“ mitwirken. Ziel der Initiative sei es, die Innenstädte und den Handel vor Ort gegenüber dem Online-Handel zu stärken, sagt Kaiser. „Ich kaufe daheim am Ort“, bringt der Gewerbevereinsvorsitzende Thomas Senf die Idee der Aktion auf den Punkt.

Was die Initiative der IHK Südlicher Oberrhein von den anderen „Heimat shoppen“-Initiativen unterscheide sei der Untertitel „regional einkaufen und genießen“. Damit werde neben dem Handel auch die Gastronomie mit ins Boot geholt, betont Kaiser.

Die Aktion sei zudem auf Kleinstädte zugeschnitten und passe nicht für große Städte, stellt Kaiser fest. „Der Vorteil von Kleinstädten sind die vielen inhabergeführten Geschäfte“, bringt es Gewerbevereinsvorsitzende Bettina Rudolph auf den Punkt.

„Heimat shoppen“ bedeute Einkaufen und Genießen bei Nachbarn und Freunden, unterstützt Veranstaltungen, Vereine und Initiativen, sichert Arbeit und Ausbildung, macht die Stadt lebenswert, reduziert die Umweltbelastung durch Vermeidung von Fahrten und stärkt die Gemeinde, fasst Kaiser die Kernbotschaften der Aktion zusammen. Die Initiative „Heimat shoppen“ ergänzt das Aktionsbündnis Innenstadt, dessen Leitbild kürzlich vom Gemeinderat beschlossen wurde. Auch hier steht Innenstadt-Berater Kaiser der Stadt, dem Gewerbeverein und den Einzelhändlern als Kümmerer zur Seite. Unter anderem wird er die Einzelhandelsbetrieb bei einem Check unter die Lupe nehmen und schauen, wo Optimierungsmaßnahmen möglich sind. Der Gewerbeverein arbeite schon seit längerer Zeit mit Kaiser zusammen, berichtete Thomas Senf und hob das gute Vertrauensverhältnis hervor.

Zum Auftakt der Aktion „Heimat shoppen“ bietet der Gewerbeverein den Inhabern der Neuenburger „Städtle Card“ beim Einkaufen am verkaufsoffenen Sonntag „fünffach Punkte“ an.

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