Neuenburg Helle Räume und tolle Außenanlage

Volker Münch
Zahlreiche Spielgeräte warten im Freien auf maximal 170 Kinder, die in der Kita betreut werden können. Foto: Volker Münch

Rund sechs Millionen Euro kostete die neue Kindertagesstätte am Stadtpark Wuhrloch in Neuenburg am Rhein. Am Samstag wurde die Betreuungseinrichtung mit fünf Gruppen offiziell eingeweiht. Der ursprüngliche Kostenansatz von rund vier Millionen Euro war wegen der Erweiterung des Raumprogramms und durch rasante Kostensteigerungen als Folge der Corona-Pandemie und des Ukraine- Kriegs nicht mehr zu halten gewesen.

Von Volker Münch

Neuenburg am Rhein. „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Neuenburgs Bürgermeister Joachim Schuster. Tatsächlich zog sich die Entwicklung der größten Betreuungseinrichtung in kommunaler Trägerschaft seit Ende 2017. Weil der Zuzug von Neubürgern, darunter viele junge Familien und geflüchtete Menschen, weiter vorangeschritten war, wurde die neue Kita notwendig. „Wir gehen auf die 13 000 Einwohner-Marke zu“, betonte der Bürgermeister.

Nun habe man rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr die Kita beziehen können. „Die Bauarbeiten fanden unter schwierigen Bedingungen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Materialknappheit statt“, berichtete Joachim Schuster. Wichtig für die städtischen Entscheidungsträger seien eine nachhaltige Bauweise mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz, ein zeitgemäßes Energiekonzept mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie eine gute Einbindung in die neugeschaffene Parkanlage mit Mittelalter-Spielplatz und Funpark gewesen, erklärte Schuster.

Die Räume bieten Platz für zwei Gruppen à 40 Kinder ab drei Jahren und drei Gruppen für 30 Kleinkinder unter drei Jahren. Mit der Eröffnung wächst die Zahl der Betreuungseinrichtungen laut Schuster auf fünf Kindergärten und fünf Krippen, darunter vier konfessionelle Einrichtungen. Im kommenden Jahr soll der Naturkindergarten „Rheingärten“ im Bereich des ehemaligen Landesgartenschaugeländes eröffnet werden.

Hohe Fördersumme

Gefreut haben die Stadt die hohen Fördermittel für die Wuhrlochpark-Kita von knapp 1,45 Millionen Euro aus drei Förderprogrammen des Landes: Kinderbetreuungsfinanzierung, Soziale Integration im Quartier und Ausgleichsstock. Zur Kostensteigerung erklärte Architekt Mario Eggen, man habe das Raumprogramm um rund 150 Quadratmeter erweitert. Ferner habe es durch die Auswirkungen der Pandemie und des Kriegs deutliche Lieferverzögerungen und Preissteigerungen gegeben. Ansonsten sei man weitgehend im Kostenrahmen geblieben.

Die beiden Geistlichen, der evangelische Pfarrer Thilo Bathke und der katholische Pater Norbert Riebartsch, segneten die Einrichtung und die Menschen, die diese Kita besuchen werden.

Anschließend ließen es sich die Zimmerleute nicht nehmen, den Richtspruch nachzuholen, nachdem das Richtfest wegen der Pandemie ausgefallen war.

Bei einem Rundgang entdeckten die Gäste helle, großzügige Räume und eine außergewöhnlich schöne Außenanlage mit zahlreichen Spielgeräten.

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