Neuenburg „Können jetzt das Schaujahr planen“

Die Bauarbeiten für die Erschließung des LGS-Geländes wurden vergeben. Foto: zVg

Neuenburg am Rhein - Die geplante Landesgartenschau 2022 stand im Mittelpunkt der letzten Sitzung des „alten“ Neuenburger Gemeinderats am Montag (das neugewählte Gremium konstituiert sich am nächsten Montag).

In den kommenden Wochen beginnen die Bauarbeiten für das Herzstück des Landesgartenschau-Areals, die Rheinpromenade. Mit einer geschätzten Bausumme von 5,4 Millionen Euro ist dies laut Bürgermeister Joachim Schuster zum jetzigen Zeitpunkt „der größte Batzen in der Landesgartenschau“. Der Löwenanteil der Bausumme betrifft Maßnahmen der Landesgartenschau 2022 GmbH. Auf die Stadt Neuenburg entfällt ein Anteil von 495 000 Euro für die Ver- und Entsorgung, davon rund 154 000 auf die Trinkwasserleitung und der Rest auf die Schmutzwasserdruckleitung, -kanal und -Pumpstation. Der Auftrag ging an die Firma Vogel-Bau aus Lahr.

Vergeben wurde auch der Auftrag für den Ausbau der Vogesenstraße sowie der Rheinhafenstraße – mit Rückbau des vorhandenen Damms. Eingeschlossen sind auch der Bau des Radwegs (Velo 15) sowie Kanalarbeiten. Hier war die Firma Johann Joos aus Hartheim mit rund 2,5 Millionen Euro günstigster Bieter.

Der Geh- und Radweg zum Rhein werde barrierefrei ausgebaut, einschließlich einer Orientierungshilfe für Blinde, erläuterte Teamleiterin Sibylle Maas.

Bei beiden Vorhaben werden Wasser- und Abwasserleitungen so ausgebaut, dass auch andere Veranstaltungen am Rheinufer stattfinden können, erläuterte Bürgermeister Schuster. Zudem werden Leerrohre und Glasfaserleitungen mitverlegt.

Die Fertigstellung der genannten Straßenbauarbeiten sei zum 30. Juni 2020 vorgesehen, so dass weitere Baumaßnahmen auf dem LGS-Gelände nahtlos folgen können.

LGS 2022 GmbH

Gebilligt hat der Gemeinderat auch die Jahresrechnung 2018 der Landesgartenschau 2022 Neuenburg am Rhein GmbH. Diese schließt mit einer Bilanzsumme von rund 2,9 Millionen Euro und einem Fehlbetrag von knapp 361000 Euro. Letzterer fiel geringer als erwartet aus, da die Personalkosten niedriger waren und große Positionen erst 2019 kommen. „Der Planungsstand für die Daueranlagen ist so, dass wir jetzt das Schaujahr planen können“, berichtete LGS-Geschäftsführerin Andrea Leisinger. Darüber hinaus beschloss der Gemeinderat die Entlastung der Geschäftsführung sowie der Aufsichtsräte sowie die Bereitstellung einer Abschlagszahlung von 500 000 Euro.

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