Neuenburg „Lebensqualität voranbringen“

Die Rheinterrasse ist das Herz des künftigen Gartenschaugeländes. Foto: zVg

Neuenburg am Rhein - Stichtag ist der 31. Dezember 2021, betonte Bürgermeister Joachim Schuster bei der Bürgerinformationsveranstaltung im Neuenburger Stadthaus. Bis dahin sollen die großen städtebaulichen Projekte in der Zähringerstadt abgeschlossen sein.

Dazu zählen der Umbau der Schlüsselstraße, das Parkhaus am und die Brücke mit Turm über den Zubringer zum Wuhrlochpark, die drei Kreisverkehre auf der B 378 sowie die Neugestaltung des Wuhrlochparks. Gleiches gilt für die Daueranlagen der Landesgartenschau, deren Bau im August begonnen soll.

Die Vorgeschichte

Bürgermeister Schuster, Stadtplaner Bernd Fahle vom Büro „fsp.stadtplanung“ in Freiburg sowie LGS-Geschäftsführer Tobias de Haën stellten den Werdegang und den aktuellen Planungsstand der einzelnen Projekte vor.

Der Bürgermeister erläuterte die Entstehung des Masterplans 2025 „Eine Stadt geht zum Rhein“, der auch Grundlage für die Landesgartenschaupläne 2022 ist. Masterplan 2025 übrigens deshalb, weil die im Jahr 1175 gegründete Stadt in sechs Jahren das Stadtjubiläum zum 850-jährigen Bestehen feiert.

Schuster erinnerte daran, dass die Stadt im Mittelalter noch direkt am Rhein lag. Die so genannte Riese habe damals das Hochufer des Rheins gebildet. Heute liegt das Stadtzentrum rund 800 Meter vom Rhein entfernt, getrennt durch Zubringer (B 378), Westtangente und Autobahn.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg hätten zunächst die Schaffung von Wohnraum und Infrastruktur im Mittelpunkt gestanden. Die Zahl der Einwohner stieg von rund 1700 im Jahr 1950 auf etwa 12 700 Einwohner Ende 2018. Auf das quantitative Wachstum soll nun ein qualitatives Wachstum folgen, betonte der Rathauschef und verwies darauf, dass seit 1991 rund 150 Millionen Euro in die Stadt und die Ortsteile investiert wurden.

„Jetzt ist es an der Zeit, die Stadt in Sachen Lebensqualität weiter voranzubringen“, unterstrich Schuster.

Landesgartenschau

Tobias de Haën stellte den aktuellen Planungsstand für die Landesgartenschau 2022 vor. Dem Wuhrlochpark komme laut de Haën eine besondere Bedeutung zu. Der Park sei auf die alltägliche Nutzung der Neuenburger ausgerichtet und wird anhand des Bestands entwickelt. So sollen die Kastanien erhalten bleiben, und der Uferbereich des Wuhrlochs soll naturnah gestaltet werden. Vorgesehen ist, in diesem Areal einen Kinderspielplatz unterzubringen, und es soll ein neuer Bereich für Jugendliche geschaffen werden.

Rheingärten: Jenseits der Autobahn liegen die Rheingärten im künftigen LGS-Areal. Hier sollen die Wiesen mit Obstbäumen qualitativ weiterentwickelt und das Landschaftsbild im Großen und Ganzen erhalten werden. Rheinterrasse: Diese ist der Hauptbaustein der LGS und besteht aus einer Promenade aus zwei Wegen in Nord-Süd-Richtung. Die Promenade und der Freiraum sollen intensiv gestaltet werden mit Plätzen und Gärten, sowie von Baumpflanzungen begleitet werden. Geplant ist ein neuer großer Kinderspielplatz. Ferner soll im Bereich des unlängst abgerissenen Rheinwärterhäuschens ein gastronomisches Angebot entstehen. Im Bebauungsplan ist zudem ein Hotel vorgesehen. Auf Nachfrage unserer Zeitung hieß es, dass das Hotel zur Landesgartenschau nicht kommen werde. Möglicherweise soll es zu einem späteren Zeitpunkt verwirklicht werden.

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