Neuenburg „Löwen retten Leben“

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Rainer Kügele (v.l.), Ingrid Schneider-Winter, Andrea Wolf und Reinhold Vetter bei der Demonstration der Übungspuppen Foto: zVg / Ulrike Vogt

Neuenburg am Rhein. Der Rotary-Club Müllheim-Badenweiler unterstützt den Schulsanitätsdienst am Kreisgymnasium Neuenburg.

Die Spende von zehn neuen Übungspuppen für das Reanimationsprojekt „Löwen retten Leben“ wurde übergeben vom Vorsitzenden des Rotary-Hilfswerks, Reinhold Vetter, und der Past-Präsidentin des Rotary-Clubs, Ingrid Schneider-Winter, an Schulleiter Rainer Kügele und Lehrerin Andrea Wolf sowie Mitglieder des Schulsanitätsdiensts Sevo (Schüler Ersthelfer vor Ort).

„Ich bin überrascht, wieviel Kraft und Geschicklichkeit man für die Herzdruckmassage braucht“, staunte Reinhold Vetter beim Ortstermin am Kreisgymnasium Neuenburg (KGN).

In Deutschland sterben jährlich rund 100 000 Menschen am plötzlichen Herztod. Beim Herzstillstand außerhalb des Krankenhauses sind die Überlebenschancen ungünstig. Bei 60 Prozent der Fälle steht jemand daneben, nur jedem Fünften wird geholfen. Damit steht Deutschland weit hinten im Vergleich zu anderen Ländern. In Dänemark konnte man die Zahl der Überlebenden durch das Reanimationstraining an Schulen verdreifachen.

Das Sevo-Team des KGN nimmt seit 2016 an dem landesweiten Projekt „Löwen retten Leben“ teil und führt jährlich in den Klassen sieben bis Kursstufe zwei ein Reanimationstraining durch. Die Schulsanitäter dienen so auch als Multiplikatoren im Familien- und Freundeskreis und tragen ihr Wissen nachhaltig weiter. Das erste Set von Übungspuppen war bereits in die Jahre gekommen und neue mussten angeschafft werden. Da hat der Rotary-Club Müllheim-Badenweiler gerne geholfen.

Sevo wurde bereits im September 2005 gegründet. Begeistert von der Vorstellung, die Erstversorgung bei Unfällen und Notfällen an der Schule oder bei Schulveranstaltungen durch ausgebildete Schüler sicherzustellen, fand Initiatorin Andrea Wolf in der DLRG-Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg schnell einen kompetenten Kooperationspartner. Während damals ein kleines Team startete, nehmen heute 32 Schüler an der beliebten Arbeitsgemeinschaft teil.

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