Neuenburg Mit Bürgern zusammen geplant

Mathilda und Thea in der Vogelschaukel freuen sich mit (v.l.) Bürgermeister Joachim Schuster, Kita-Leiterin Lisa Furler, Thomas Lang von der Firma bau-werk und Ortsvorsteher Hans Winkler über den neuen Spielplatz. Foto: Alexander Anlicker Foto: Weiler Zeitung

Auf dem neuen Spielplatz in Steinenstadt wird schon emsig gerutscht, geschaukelt und gebuddelt. Im coronabedingt kleinen Rahmen wurde der Spielplatz am Mittwochnachmittag offiziell seiner Bestimmung übergeben. Gefeiert werden soll, wenn auch der zweite Baustein des Mehrgenerationenplatzes, die schattigen Sitzplätze und die Boulebahn für die großen Steinenstädter, fertig gestellt wurde.

Von Alexander Anlicker

Neuenburg-Steinenstadt. Neuenburgs Bürgermeister Joachim Schuster hieß neben Ortsvorsteher Hans Winkler und Thomas Lang von der Firma bau-werk auch die kleine Abordnung der benachbarten Kindertagesstätte Kieselsteine willkommen. Schuster freute sich über die Einweihung des Spielplatzes, der bereits im Oktober fertiggestellt wurde. Die Bäume und Bepflanzung sollte Zeit zum Anwachsen haben, warb der Rathauschef um Verständnis dafür, dass der Spielplatz erst jetzt freigegeben wurde.

Die Stadt plane im Haushalt jährlich rund 50 000 Euro für die Sanierung und den Ausbau von Kinderspielplätzen ein, berichtete Schuster. Dies zusätzlich zu den Investitionen in Kindertagesstätten und Betreuungsangeboten an den Schulen. „Es ist wichtig, dass wir Treffpunkte für Familien und die Dorfgemeinschaft schaffen“, meinte der Bürgermeister mit Blick auf den Mehrgenerationenplatz in Steinenstadt.

Begonnen wurde mit dem Spielplatz am Neuenburger Sägeweg, der als erster mit Beteiligung von interessierten Bürgern und Eltern gestaltet wurde. Im Juli 2020 kam es zum ersten Ideenaustausch zwischen der IG Generationenplatz Steinenstadt, dem Ortschaftsrat, dem Neuenburger Seniorenrat sowie dem Planer Thomas Lang. Darüber hinaus wurde die städtische Inklusionsbeauftragte Esther Hagenow mit einbezogen. So verfügt der Spielplatz über einen rollstuhlgerechten Rutscheneinstieg sowie einen mit einem Rollstuhl unterfahrbaren Spieltisch im Sandbereich. Der Entwurf stieß bei der Vorstellung im Ortschaftsrat, im Gemeinderat sowie bei den beteiligten Eltern auf große Resonanz.

Der Spielplatz entstand auf einer rund 400 Quadratmeter großen Fläche im Nordwesten der Erweiterungsfläche des Friedhofs. Er umfasst Kletter- und Balanciergerüste, Spielhaus, Rutsche, Vogelnestschaukel und ein großzügiger Sandspielbereich. Das Spielhäuschen ist einem historischen Fischerhaus auf Stelzen nachempfunden und verweist auf die Ursprünge des Orts als Fischerdorf.

Für den Bau des Spielplatzes standen im Haushalt 50 000 Euro zur Verfügung. Den Betrag hat der Ortschaftsrat um weitere 20 000 Euro aufgestockt. Diese stammen aus den 50 000 Euro, welche die Stadt den Ortsteilen für einen Beitrag zur Landesgartenschau zur Verfügung gestellt hat. Die restlichen 30 000 Euro sollen für den zweiten Teil des Mehrgenerationenplatzes aufgewendet werden, wie Ortsvorsteher Hans Winkler erläuterte.

Beim Mähen der Erweiterungsfläche des Friedhofes sei ihm die Idee gekommen, die Fläche einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, berichtete der Ortsvorsteher. Er verwies darauf, dass die Fläche nicht mehr in vollem Umfang benötigt werde, da neue Bestattungsformen wie Urnenbestattung und Gemeinschaftsgräber zunähmen.

„Uns ist es ein Anliegen, Spielplätze zu gestalten, die nicht durch Plastik und schrille Farben punkten, sondern naturnah sind“, betonte Thomas Lang und verwies auf die nachhaltigen und regionalen Holzbaustoffe, wie die Robinien und Douglasien aus dem Neuenburger Bergwald.

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