Neuenburg Naturkindergarten auf LGS-Gelände

Die Nachfrage nach Naturkindergärten steigt. Foto: sba/Andreas Arnold Foto: Weiler Zeitung

Der Neuenburger Gemeinderat hat der Einrichtung eines eingruppigen Naturkindergartens in den Rheingärten (Landesgartenschau-Areal) und der Anschaffung eines Bauwagens zugestimmt. In Betrieb gehen wird der Naturkindergarten jedoch erst nach der Landesgartenschau im Herbst 2022. Während des Ausstellungsjahrs kann der Wagen für schulische Zwecke und Kinderbetreuungsangebote genutzt werden.

Von Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein. Die Stadt habe bereits als Test an der Zähringerstraße einen Naturkindergarten installiert, berichtete Bürgermeister Joachim Schuster. Es habe zwar gedauert, bis es angelaufen ist. Jetzt sehe man weiteren Bedarf, das Angebot zu erweitern. Geplant sei die Einrichtung eines eingruppigen Naturkindergartens für 20 Kinder. „Wir brauchen weitere Angebote, weil der Bedarf da ist. Das Thema Kinderbetreuung wird uns weiter beschäftigen“, betonte der Bürgermeister und verwies auf den zunehmenden Zeitdruck, da Kinder jetzt bereits mit einem statt drei Jahren in die Kindertagesstätten kommen.

Teamleiter Frank Seeling stellte den Ratsmitgliedern das Vorhaben ausführlich vor. Die Einrichtung wird durch das Bundesprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ mit 70 Prozent gefördert. Das Investitionsvolumen beträgt rund 181 000 Euro, der städtische Eigenanteil rund 54 000 Euro.

Nach der Standortwahl, dieser liegt nördlich des gerade im Bau befindlichen neuen Pflegeheims, habe man sich mit verschiedenen Bauwagen beschäftigt und sich letztlich für den Waldkindergartenwagen der Firma Nawalo zum Preis von knapp 78 000 Euro entschieden.

In der Gesamtsumme seien auch die Kosten für das Herrichten des Grundstücks und die Ausstattung erhalten, erläuterte Seeling auf Nachfrage aus dem Gemeinderat.

Insgesamt ist ein 30 mal 30 Meter großes Grundstück für den Naturkindergarten geplant, der jedoch nach Westen und Norden hin zu den Rheingärten geöffnet ist.

Die Fläche teilt sich in eine befestigte Fläche als zentralem Platz für Empfang, Bauwagen, Feuerstelle und einen kleinen Werkplatz sowie Streuobstwiesen als Freispielbereich. Als Schutzhütte dient ein Bauwagen, der etwa drei Meter breit und zehn Meter lang ist.

Das Vorhaben wurde vom Gemeinderat einhellig begrüßt, gelobt wurde insbesondere die Nähe zum Pflegeheim.

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