Neuenburg Rheinauen erlebbar machen

Alexander Anlicker
Rechts von der hellgrünen Rasenfläche befindet sich der alte Rheinhafen, der mit dem Rheinauenpfad begehbar gemacht werden soll. Foto: zVg/LGS

Die Stadt Neuenburg beziehungsweise die Landesgartenschau GmbH will das Projekt „Rheinauenpfad“ verwirklichen. Dieser soll vom ehemaligen Fähranleger um die ehemalige Hafenmole herum in den alten Rheinhafen führen.

Von Alexander Anlicker

Neuenburg am Rhein. Fähranleger und Hafen verlandeten nach dem Bau des Grand Canal d’Alsace in den 1950er-Jahren.

Für das Projekt hatte sich die Stadt Neuenburg bereits um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“ beworben und im Dezember eine Förderzusage erhalten. Diese Fördergelder fließen jedoch nicht, da der „Rhein­auenpfad“ auf dem Boden des ehemaligen Flussbetts entlang führt, der dem Bund gehört und von der Stadt für die Landesgartenschau nur bis 2049 gepachtet wurde. Der Bund fördert keine Maßnahmen auf bundeseigenen Flächen.

Stadt und LGS GmbH wollen das Projekt dennoch verwirklichen, da der Bereich schon jetzt von Besuchern stark frequentiert werde, wie die vielen Trampelpfade zeigen. Jetzt hofft die Stadt auf einen Zuschuss aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes Baden-Württemberg und hat bereits am 1. Oktober einen entsprechenden Antrag eingereicht. Dieser bedurfte jedoch noch der Zustimmung durch den Gemeinderat.

Ziel des Projekts ist es, die Rheinauen für die Besucher erlebbar zu machen, ohne in den Naturraum einzugreifen.

Im Bereich des Rheinhafens soll der Weg über einen Holzsteg führen, zwischen Hafen und ehemaligem Fähranleger könnte der Weg beispielsweise mit Holzhackschnitzeln hergestellt werden, die jedoch nach jedem Hochwasser erneuert werden müssten, erläuterte LGS-Geschäftsführerin Andrea Leisinger. Hier seien die Planungen noch nicht abgeschlossen, da noch etliche Detailfragen hinsichtlich der Themen Naturschutz und Verkehrssicherungspflicht zu klären seien.

Barrierefreiheit

Der Weg selbst ist nicht barrierefrei, allerdings soll im Bereich des Fähranlegers über den geplanten Beitrag von ForstBW zur Gartenschau eine barrierefrei erreichbare Plattform mit einer Informationstafel zu den Rheinauen errichtet werden.

Für das Projekt ist ein Maximalbetrag von 250 000 Euro vorgesehen, wie Leisinger erläuterte. Sie rechnet mit einer Förderung in Höhe von 30 bis 35 Prozent.

Der Entwurf sei bereits von der Schwarzwald-Tourismus GmbH gutgeheißen worden, berichtete Bürgermeister Joachim Schuster von der eingegangenen Stellungnahme.

Der Gemeinderat stimmte der Antragstellung einstimmig zu.

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