Reiten Hohe Kunst im Dressur-Viereck

Renate Wendt
Anna Fischer vom RV Dreiländereck siegt beim abschließenden M*-Springen mit Siegerrunde. Daneben Turnierleiterin Florence Ruepp mit Karotten als Belohnung fürs Pferd. Foto: Renate Wendt

Großen Reitsport in Dressur und Springen bietet das Turnier des RV Dreiländereck.

Mit Springprüfungen bis zur einsternigen Klasse M sowie Dressur bis zum internationalen Prix St. Georges hat der Reitverein „Dreiländereck“ am Wochenende erstmals Springen und Dressur zusammen als großes Reitturnier ausgerichtet.

Zufrieden zeigte sich Reitvereinsvorsitzender Thomas Westermann über diese erfolgreiche Premiere der auch vom Teilnehmerfeld her stark frequentierten Großveranstaltung.

Hohe Reitkunst inder Dressur

Zu den Hauptattraktionen des Turniers gehörten in der Dressur fünf Prüfungen in der schwierigen S-Klasse, darunter auch für Amateure und junge Pferde, bei denen die Zuschauer durch namhafte Könnerinnen und Könner des Landes und der Regio hoch qualifizierte Reitkunst erlebten.

Den Höhepunkt am frühen Sonntagnachmittag bildete in dieser Disziplin die S*-Dressur -Prix St.Georges, bei der Miriam Alber (802,0 Punkte)mit Shiraz vom PSV Onstmettingen siegte. Zweite wurde Ann-Kathrin Lachemann (RV auf Clara Korn 4 vom RV Eggenstein (795,5), gefolgt von Björn Steigauf mit Zeo Zonik vom Wiesbadener RFC (786,0).

Auch am letzten Turniertag enthielt das Programm interessante Dressurprüfungen. Dazu gehörte unter anderem eine S*-Dressur für junge Pferde. Dabei hatte Claudia Anne Kaiser auf Sweetheart CK vom TG Kaiserhof die Nase vorne. Die M*-Dressur als Qualifikation für den Oldie-Cup 2023 gewann Andrea Strobel mit Lord Anton 2 vom RV Reutlingen.

Wie gewohnt als besonders publikumswirksam erwies sich am Vorabend die Prix St. Georges-Kür, für die sich acht Starter aus der S*-Prüfung vom Freitag qualifizierten. Recht anspruchsvoll gestalteten sich die nach Lektionen (A-Note) und künstlerischer Gestaltung (B-Note) bewerteten, jeweils siebenminütigen Kürauftritte der Teilnehmer. Verlangt nach den Höchstanforderungen einer St. Georges-Dressur wurden etwa die drei Grundgangarten einschließlich deren Verstärkungen, fliegender Galoppwechsel und Galoppwechsel mit drei Sprüngen, Galopp-Pirouetten sowie das Traversieren. Die Musik wurde nach den jeweiligen Gangrhythmen der Pferde zusammengestellt.

Diesen Wettbewerb gewann Ann-Kathrin Lachemann auf Clara Korn. Mit insgesamt 889,0 Punkten erhielt das Mitglied vom RV Eggenstein die beste Wertung. Die Siegerin wurde am Ende des Turniers auch als erfolgreichste Reiterin ausgezeichnet.

Spannendes Turnierim Springen

Höhepunkt und Abschluss des Turniers am Sonntagnachmittag war im Springparcours das M*-Springen mit Siegerrunde. Unter den Startern in diesem Springen befand sich vom gastgebenden Verein der erfolgreich international startende Hans-Dieter Dreher. Mit Ibianca del Maset erreichte Dreher in dieser Prüfung den sechsten Platz.

Siegerin in dieser Disziplin wurde seine Vereinskollegin Anna Fischer auf Sarchiapone (0/35,58), gefolgt von seiner Schwester Sylvia Dreher aus mit Famira und Stefanie Engler mit Creed-Rocky’s Legacy vom RFV Breisach.

Spannend ging es auch beim Zwei-Phasen-Springen in der einsternigen M*-Klasse zu. In dieser Disziplin gilt es, die ersten sieben Hindernisse fehlerfrei und in erlaubter Zeit als erste Phase im Parcours zu bewältigen. Nach Fehler und Zeit geht es dann auch in der zweiten Phase für die restlichen Hindernisse, um das beste Ergebnis zu erzielen. Dies gelang denn auch wie bereits schon im Vorjahr mit einem Nullfehlerritt und einer Bestzeit von 29,10 Sekunden erneut Sylvia Dreher auf Famira. Dreher wurde zugleich auch als erfolgreichste Reiterin ausgezeichnet. Zweite wurde Rebecca Hotz auf Ko-Ace vom RV Schopfheim (0/30,33), gefolgt von Stefanie Engler mit Creed-Rocky’s Legacy vom RFV Breisach (0(32,54).

Umfrage

E-Auto

Die EU hat ein weitgehendes Verbrenner-Aus bis 2035 beschlossen. Was halten Sie davon?

Ergebnis anzeigen
loading