Rheinfelden 700 Suchende auf der Warteliste

Froh und stolz zeigten sich OB Klaus Eberhardt und Geschäftsführer Markus Schwamm über die erfolgreiche Bilanz zum Geschäftsjahr 2019.Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten auch in Corona-Zeiten. Dafür sorgte jetzt die Bilanz der Wohnbau GmbH für das Jahr 2019. „Es ist ein sehr, sehr guter Abschluss“, befand Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, der gleichzeitig Vorsitzender des Aufsichtsrats ist.

Von Gerd Lustig

Rheinfelden. Eberhardt zollte Geschäftsführer Markus Schwamm und dessen 20-köpfigem Team ebenso Dank und Respekt für die geleistete Arbeit und das Engagement wie auch die Mitglieder des Gemeinderates. Die Bilanz wurde in der jüngsten Sitzung des Gremiums einstimmig angenommen.

In der Tat, die Zahlen stimmen und beeindrucken zugleich. Bei einer leicht gestiegenen Bilanzsumme von 80 Millionen Euro resultierte ein Jahresüberschuss ähnlich wie 2018 von 2,3 Millionen Euro. Für Instandhaltung und Modernisierung wurde mit 7,2 Millionen Euro in den Bestand von vielen der rund 1900 Wohnungen der Gesellschaft so viel investiert wie noch nie.

Im Schnitt 6,51 Euro Miete

Die Eigenkapitalquote stieg von 34 auf 36 Prozent. Dies liegt ebenso deutlich über dem branchenüblichen Durchschnitt vergleichbarer Gesellschaften wie die Fluktuationsrate von 6,1 Prozent und der de facto nicht vorhandene Leerstand. Die Durchschnittsmiete stieg nur geringfügig von 6,47 auf 6,51 Euro pro Quadratmeter. Doch nicht nur der bezahlbare Mietzins führt zu einer großen Zufriedenheit bei den Mietern, sondern auch im sozialen Bereich wird mit Quartiers- und Mieterfesten sowie einem guten Umgangston unter der Regie des Geschäftsführers einiges getan.

Allerdings: Aktuell stehen weiterhin 700 Interessenten für eine Wohnung auf der Warteliste. Um weiteren bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wurde Ende des vergangenen Jahres eine große Neubauoffensive gestartet.

Ganz wichtig ist der GmbH dabei auch der soziale Aspekt. Insgesamt entstehen öffentlich geförderte Wohnungen im Bereich des „Musterbeispiels an Nachverdichtung“, wie Schwamm es nannte, in der Römer-/Müßmattstraße. Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Bezahlbarkeit stellt die GmbH in ihrer Firmenphilosophie ganz obenan.

Stadträte anerkennen die Leistung der Wohnbau

„Die Wohnbau ist nach wie vor eine Erfolgsgeschichte“, lobte Paul Renz für die CDU-Fraktion. Die Zahlen stimmten. Begrüßenswert nannte er das große Engagement der Investitionen in den Bestand, und das nicht nur in 1a-Lagen. Es werde umsichtig und verantwortungsvoll gehandelt, auch sei man für vieles aufgeschlossen. „Wir müssen aber darauf achten, dass wir unsere Wohnbau nicht überfordern“, so Renz.

Gustav Fischer (SPD) lobte die Anstrengungen im Bereich Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, was auch künftig weiterhin gelten müsse. Schön sei, dass bei Instandhaltung und Neubau größtenteils auf regionale und lokale Unternehmen zurückgegriffen werde. „Die Wohnbau ist kommunalrelevant und leistet viel für die Identität in der Stadt“, so Fischer.

Karin Reichert-Moser (Freie Wähler) bescheinigte weitsichtiges Handeln. „Die Unternehmensphilosophie ist von Nachhaltigkeit und großer Verantwortung geprägt“, würdigte sie.

Annette Lohmann (Grüne) stellte vor allem den sozialen Aspekt und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum heraus. Ebenso schätze sie das Bemühen um solide und moderne Ausstattung der Wohnungen, was letztlich auch zu großer Mieterzufriedenheit führe. Als vorbildlich bezeichnete sie, dass bei dem Großprojekt Römer-/Müßmattstraße auch an die soziale Komponente gedacht worden sei sowie an den Bau einer Kindertagesstätte. Im Bereich integratives Wohnen wünschte sie sich neben dem Gebäude an der Werderstraße noch ein zweites Haus für Obdachlose und Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung.

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