Rheinfelden Ab 1. Juli: Licht aus und Film ab!

Bernd Gschöpf, Betreiber des Kinos „Rheinflimmern“ in Rheinfelden, freut sich auf den Neustart am 1. Juli. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden - Acht Monate lang waren die Kinos und damit auch das „Rheinflimmern“ in Rheinfelden geschlossen. Gerade den Kinobetreibern waren das Coronavirus und die damit einhergehenden Verordnungen und Beschränkungen ordentlich in die Parade gefahren. Zum 1. Juli wird das von Bernd Gschöpf betriebene „Rheinflimmern“ wieder öffnen – unter Corona-Bedingungen und mit den Inzidenzen stets im Blick.

„Wir sind froh, dass es wieder losgehen kann“, sagt Gschöpf. Er hätte sein „Rheinflimmern“ zwar theoretisch auch schon einige Wochen früher aufsperren können. Doch erlaubt gewesen wären maximal 100 Personen – also unrentabel. Zudem – und das wog noch schwerer – hätte es gar keine neuen Filme gegeben. Daher verständigte sich die Branche auf eine Öffnung zum 1. Juli.

Welche Streifen zum Re-Start in den drei Sälen laufen werden, ist aktuell noch nicht klar. „Das werden wir dann am 28. Juni bekannt geben“, sagt Gschöpf. Wie er als Branchenkenner weiß, kommt ein neuer Film, nämlich „Fast and Furious“ erst im Juli auf den Markt, der neue „Bond“ gar erst im Herbst.

Bei aller Vorfreude mischt sich aber auch Unverständnis in die Gemütslage von Bernd Gschöpf. Er sieht nämlich eine gewisse Ungleichbehandlung gegenüber der Gastronomie. Für den Kinobesuch sei nämlich das GGG-Prinzip verpflichtend, sprich: Nur Getestete, Geimpfte und Genesene dürfen rein.  Zudem gilt im Saal neben dem Abstandsgebot die Maskenpflicht. „Das ist also deutlich strenger als im Lokal“, sagt der Betreiber des Rheinfelder Kinos.

Lediglich beim Essen dürfe man im Kinosessel die Maske abnehmen. Gschöpf ist gespannt, ob und wie lange diese Verordnung in Baden-Württemberg noch gilt. „Es bleibt also spannend, ob und welche Lockerungen in den nächsten Wochen verordnet werden“, sagt Gschöpf, der ja neben Rheinfelden auch die Kinobetriebe in Waldshut-Tiengen übernommen hat.

Derweil hat er die Zeit des Lockdowns genutzt, um das Kino in Rheinfelden zu modernisieren und aufzuhübschen. „Aktuell liegen wir in den letzten Zügen, sind zum 1. Juli aber startklar“, erklärt der Betreiber.

Stolz zeigt Bernd Gschöpf sich darüber, dass seine privaten Rücklagen das Überleben der Firma garantiert hätten. Staatliche Förderung sei eher spärlich und überschaubar geflossen, wobei die Hilfen für dieses Jahr noch ausstehen und beantragt werden sollen. „Dem Unternehmen geht es wirtschaftlich nicht schlecht“, resümiert der Firmenchef.

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