Rheinfelden Alte Schule erhalten

Die Oberbadische, 07.08.2018 22:58 Uhr

Rheinfelden-Herten. Bundespolitische und lokale Themen prägten die jüngste Zusammenkunft der Hertener Sozialdemokraten vor der Sommerpause. Im kommunalpolitichen Teil ging es insbesondere um die Zukunft der Scheffelschule und den Erhalt der ehemaligen Hauptschule des Ortes.

Dabei berichteten die SPD-Ortschaftsräte Nico Kiefer und Hans Schiffmann, beides Vorstandsmitglieder des Ortsvereins, über den Sachstand des Scheffelschul-Umbaus. Sie bemängelten, dass oft verspätete Informationen eine kritische Begleitung der Maßnahme durch den Ortschaftsrat erschweren. Und Ortsvorsitzender Alfred Winkler stieß sich an der Zeitvorgabe für den Umbau von zwei Jahren. Dabei vertrat er die Auffassung, nicht alle Umbauarbeiten könnten in den Sommerferien vorgenommen werden.

Alte Grundschule unbedingt erhalten

Breiten Raum nahm die Frage ein, was mit der ehemaligen Hauptschule geschehen solle, die seit zwei Jahren stillgelegt ist. Der Gebäudekomplex besteht aus einem im Jahr 1906 erbauten alten Teil und einem Anbau aus den 1960er Jahren, der regelmäßig saniert wurde und voll funktionstüchtig ist. Die SPD Herten wehrt sich vehement gegen Pläne, die Schule abzureißen. Die Mitgliederversammlung fasste den Beschluss, sich bei der Stadtverwaltung für den Erhalt und die Umnutzung des gesamten Schulgebäudes, nicht nur des denkmalwürdigen alten Gebäudeteils aus der Kaiserzeit einzusetzen. Es könne nicht angehen, dass bis zum 100jährigen Bestehen der Stadt im Jahr 2022 mehr und mehr stadtgeschichtlich bedeutende Gebäude verschwinden und nur noch als digitale Schauobjekte zu besichtigen sind.

Regierungspolitik und Parteierneuerung

Im „bundespolitischen Teil“ wurde unter der Fragestellung „Regierungsbeteiligung und Parteierneuerung – wie geht das?“ eine kritische Bilanz der bisherigen Arbeit der Bundesregierung gezogen. Zugleich beurteilten die Genossen auch die Ansätze des innerparteilichen Erneuerungsprozesses. Dabei erkannte Alfred Winkler die Umsetzung sozialdemokratischer Politik bei den Investitionen in Kindertagesstätten, Schulen und sozialen Wohnungsbau, die er neben anderen Beispielen anführte.

In der Analyse der Bundestagswahl durch den Bundesvorsatn sah Regina Wessely eine Grundlage für den angestrebten Erneuerungsprozess. Dieser müsse aber geprägt sein von einer Kultur des Mitmachens.

 
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