Rheinfelden Altes Handwerk und Gemütlichkeit

Georg Götting (links) und Winfried Schramm demonstrieren das alte Handwerk des Schmiedens. Foto: Petra Wunderle Foto: Die Oberbadische

Ein fröhliches und vor allem urgemütliches Fest feierte die Schmiedezunft Nollingen am vergangenen Samstag mit Gästen vom Land und aus der Stadt. Gustav Fischer, der gerne zum festen nach Nollingen geht, urteilte: „Nollingen mit seinem Schmiedefest ist ein Juwel für Rheinfelden. Ein Rheinfelder mit Charakter geht zur Muttergemeinde.“

Rheinfelden (pem). Gemütlich war es in und um die Schmiede, und Frohsinn war Trumpf bei dieser inzwischen elften Auflage. Der Andrang insbesondere um die Mittagszeit war riesig, das Publikum zeigte sich zufrieden mit der sehr guten Bewirtung, viele schätzten es, in ungestörter Atmosphäre mit Freunden und Bekannten zu plaudern oder die Seele einfach einmal baumeln zu lassen. Auch die schönen Klänge des örtlichen Musikvereins passten.

40 Helfer im Einsatz

Gut 40 Helfer waren vor und hinter der Theke pausenlos im Einsatz, die Kaffeestube im oberen Teil des neuen Schmiedebaus war ununterbrochen auch gut besucht. Dass das Schmiedefest für Brauchtum und Tradition steht ist für den Veranstalter „Schmiedezunft Nollingen“ selbstverständlich. So war es für Markus Dreyer, der an der Spitze des Vereins steht und bei dem alle Fäden zusammenlaufen, selbstverständlich, dass den interessierten Gästen das alte Handwerk demonstriert wurde.

Aus der Geschichte

„Wir wollen der Bevölkerung zeigen, wie früher gearbeitet wurde. Der Schmied hat früher hauptsächlich die hölzernen Räder bereift und Alltagsgegenstände wie Türhaken, Kerzenständer oder Hufeisen gefertigt“, weiß Dreyer. Allerdings war um 1955 die Schmiede-Zeit vorbei, man brauchte den Handwerker Schmied nicht mehr. Das Zeitalter der Traktoren brach an und aus dem Beruf des Schmiedes wurde der Landmaschinenmechaniker.

Die Schmiedezunft

Neben Dreyer gehören Georg Götting, Winfried Schramm, Gert Lenggeler, Thomas Findling, Felicitas Röver und Bernd Sänger dem Kreis der Hobbyschmiede an. Sie sind gleichsam die Angelernten. Der Profi ist der 75-jährige Franz Schitterer. Er war einst Auszubildender des letzten Inhabers der Dorfschmiede Adolf Häbig. Das Gewerbe, das damals seinen Sitz in der oberen Dorffstraße hatte, wurde 1977 abgemeldet.

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