Rheinfelden Alu zieht Reißleine

Die Aluminium Rheinfelden hat am Dienstag ein sogenanntes „Schutzschirmverfahren beantragt.Archivfoto: Ulf Körbs Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden (kör). Die Aluminium Rheinfelden hat laut Presseberichten ein Schutzschirmverfahren – das ist ein vorläufiges Insolvenzverfahren mit hohen Auflagen – beantragt. Hiermit wird überlebensfähigen Unternehmen ermöglicht, die Chancen auf eine Sanierung zu verbessern. Die Alu beschäftigt derzeit 256 Mitarbeiter.

Die Situation ist der Corona-Pandemie geschuldet. Als Zulieferer für die Automobilbranche hatte das Rheinfelder Traditionsunternehmen mit einer Geschichte von mehr als 100 Jahren unter dem Stillstand der KFZ-Produktion zu leiden. Zunächst wurde versucht, die fehlenden Umsätze durch wochenlange Kurzarbeit auszugleichen, dann kam Mitte Juni die erste schlechte Nachricht: Es werden 30 Stellen gestrichen. Dabei sollten auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet werden, hieß es damals seitens der Firmenleitung und des Betriebsrats in einer Pressemitteilung. Damals war man überzeugt, die Alu auch mit rund 210 Beschäftigte weiter führen zu können.

Offensichtlich will die Alu-Führung das Schutzschirmverfahren dazu nutzen, um die Optimierungsmaßnahmen, die bereits in Angriff genommen worden sind, erfolgreich zu Ende umzusetzen. Dabei wird die Firma weiterhin von der Unternehmensleitung unter dem Vorsitz von Erika Zender, der Leiterin des Gesamtunternehmens und Tochter von Alois Franke, geführt. Dieser hatte zusammen mit Günter Grimmig er die zukunftsfähigen Teile des Unternehmens von dem Unternehmen Alusuisse gekauft, als dieses im Jahre 1993 vor dem Aus stand.

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