Rheinfelden Auf Ideensuche für Geburtstag

Die Feierlichkeiten zur Stadterhebung von Rheinfelden, das bekanntlich aus Warmbach und Nollingen hervorging, sollen auch ein neues Wir-Gefühl schaffen. (Archivfoto) Foto: Ulf Körbs

Rheinfelden - Das 100-jährige Jubiläum der Stadterhebung Rheinfeldens im Jahr 2022 wirft seine Schatten voraus.

„Wir wollen beim 100-Jährigen auch ein neues Wir-Gefühl schaffen“, erläuterte am Donnerstag Bürgermeisterin Diana Stöcker der Presse. Als Auftakt der Vorbereitungen veranstaltet die Stadtverwaltung ein Symposium zur Ideenfindung. Durch die Kontakte des Rheinfelder Kulturamtsleiters Claudius Beck werden am Mittwoch, 10. April, von 11 bis 15 Uhr, seine fünf Kollegen aus Schwetzingen, Radolfzell, Friedrichshafen, Breisgau und Pforzheim ihre Ideen und Konzepte zu ähnlichen Anlässen in ihren Kommunen präsentieren. Anschließend sollen Einfälle und Vorschläge der heimischen Bevölkerung unter der Fragestellung „was können wir in Rheinfelden von den anderen Städten lernen“ gesammelt werden.

Kein „Fest von oben“

Es geht Stöcker und Beck nicht darum, den Löwenstädtern ein Fest „von oben“ vorzusetzen, sondern die Bevölkerung mit ins Boot zu nehmen. Sie ist daher auch ausdrücklich zu der Veranstaltung und zur weiteren Mitwirkung eingeladen, wie die Bürgermeisterin betont. Dabei geht es auch um Nachhaltigkeit – beinahe könnte man sagen: „Rheinfelden schärft gemeinsam sein Profil und stärkt seine Gemeinsamkeit.“

Die Berichterstatter

Die Schwetzinger Kulturreferentin Barbara Gilsdorf wird erläutern, wie die Spargelstadt 2016 ihre erste Erwähnung vor 1250 Jahren im „Lorscher Codex“, eine Dokumentation der Rechte und Besitztümer des gleichnamigen Klosters, gefeiert hat. Das Motto hieß damals“ Schwetzingen schreibt Geschichte“.

Martin Lang, der Leiter des Kulturbüros von Radolfzell“ wird eine Rückschau auf die 750-Jahr-Feierlichkeiten geben. Auch hierbei wurden von Bürgern eingereichte Projekte gefördert und durchgeführt.

In Friedrichshafen waren beim 200-Jahr-Jubiläum, das 2011 begangen wurde, ebenfalls die Bürger gefragt, wie Friederike Lutz, heute Leiterin des Schulmuseums und damals Mitglied des Steuerungsteams, schildern wird.

Anlässlich ihres Gedenkens an die Stadterhebung vor einem Vierteljahrtausend pflegte Pforzheim seine „Besinnung auf vergessene Zeiten“, wie Gerhard Baral, damals Koordinator in der Goldstadt, schildern wird.

Noch in den Vorbereitungen dagegen ist Holger Tiehmann, Leiter der Freiburger Projektgruppe Stadtjubiläum. Die Breisgaumetropole wird kommendes Jahr ihr 900-Jähriges feiern. Von ihm erhoffen sich Beck und Stöcker Antworten auf die Fragen „was ist zu beachten“ und „was kostet das“. In Rheinfelden ist zwar für die Feierlichkeiten Geld im Haushalt eingeplant, die Kostenhöhe ist natürlich noch nicht bekannt.

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