Rheinfelden Aufklärungsquote ist leicht gefallen

Obgleich Diebstähle zurückgehen und die Straßenkriminalität gesunken ist, geht der Polizei im Revierbereich Rheinfelden die Arbeit nicht aus. Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden - Mit teils erfreulichen Zahlen hat das Polizeirevier Rheinfelden bei der gestrigen Präsentation der jährlichen Kriminalstatistik aufgewartet. Insgesamt wurden im Revierbereich, zu dem auch Schwörstadt und Grenzach-Wyhlen gehören, 3423 Straftaten registriert, was einen Rückgang um 30 (0,9 Prozent) bedeutet. In nahezu allen Bereichen gingen die Zahlen zurück.

Bei den Diebstahlsdelikten freuten sich die Beamten über einen historischen Tiefstwert. Als erfreulich wird auch bewertet, dass die Zahl der so genannten Jungtäter (bis 21 Jahre) um gut zwei Prozentpunkte auf 21 Prozent gesunken ist.

Allerdings, und das machte Revier-Vize Bernhard Weis deutlich, bewegt sich die Kriminalität insgesamt weiter auf hohem Niveau. Gerade im Landkreis Lörrach werde die höchste Rate gemessen im Verhältnis der Einwohnerzahl aller Landkreise in Baden-Württemberg. „Das liegt natürlich hauptsächlich an der Grenzlage“, betonte Revierleiter Siegfried Oßwald, der im Übrigen bekannt gab, dass er zum 31. Juli mit dann 61 Jahren in Pension geht.

Zwei Einbrüche weniger als im Jahr 2018

Im Bereich Einbrüche verweist das Polizeirevier auf einen weiter anhaltenden Abwärtstrend. Mit 43 gab es zwei Einbrüche weniger als ein Jahr zuvor. Hier verweist Dieter Wild vom Bezirksdienst auf die gute Arbeit der eigens gebildeten Ermittlungsgruppe, die die Fälle auf einem niedrigen Stand halte. Ebenso wird im Bereich Wohnungseinbrüche auf die Präventionsarbeit gesetzt. Machtlos ist die Polizei indes, wenn ein Täter über eine Katzentreppe und dann via gekipptes Fenster zuschlagen kann. Der Einbrecher konnte in diesem Fall aber durch die Videokamera geschnappt werden.

Diebstahlsdelikte gingen um 121 auf 705 Fälle zurück. Während die Zahl der Körperverletzungen und auch schweren Körperverletzungen leicht sanken (minus 6,6 Prozent), reduzierte sich die Straßenkriminalität deutlich und um rund ein Viertel auf 403 Fälle, worüber sich Bernhard Weis sehr zufrieden zeigte.

Bar-Razzia wirkt sich statistisch deutlich aus

Mit 90 Verfahren gegen insgesamt 60 Personen schlug sich die groß angelegte Razzia in der Friedrichstraße in drei Lokalen im vergangenen Sommer in der Statistik aber deutlich nieder. Im Bereich Schwörstadt gab es auffallend mehr häusliche Gewalt.

Zugenommen haben auch die Kriminalfälle im Personenkreis der Asylbewerber in den beiden Sammelunterkünften. In fast allen Fällen habe es sich dabei um Straftaten innerhalb dieser Personengruppe gehandelt. In einigen Fällen hatte aber auch die „Black Axe“, eine nigerianische Mafia, ihre Hand im Spiel. Diese Fälle wurden an die Kripo Freiburg abgegeben.

Drogenkriminalität und „Enkeltricks“

Die Rauschgiftkriminalität blieb mit rund 400 Delikten nach wie vor auf hohem Niveau. Die Zahl der Sachbeschädigungen sank um gut elf Prozent.

Größere Sorgen bereitet dem Revier hingegen der Bereich Fälschung/Betrug. Hier fallen immer wieder ältere Menschen auf den so genannten Enkeltrick herein.

Aber auch eine starke Zunahme von nicht gehaltenen Versprechungen oder nicht getätigten Lieferungen von bestellter Ware im Internet schlägt sich in der Statistik nieder. Insgesamt stiegen die Fälle in diesem Bereich um 183 auf nun mehr 683.

Und weil insbesondere diese Dinge schwierig zu ermitteln sind, sank die Aufklärungsquote im Revierbereich insgesamt auf knapp unter 60 Prozent.

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