Rheinfelden AWO freut sich über Müll-Lösung

Klaus Eberhardt, Hannelore Nuss (Mitte ) und Ina Pietschmann, hier vor den Müllcontainern im Schatzkästlein, freuen sich über den genehmigten Antrag. Foto: Petra Wunderle

Rheinfelden - Die Freude bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Rheinfelden und der Stadtverwaltung ist groß: Der Kreistag hat auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion beschlossen, dass auf der Scheinbergdeponie Abfallfraktionen wie Sperrmüll, Altholz, Altmetall und Sanitärkeramik ohne Mengenbegrenzung von den Sozialkaufhäusern angeliefert werden darf.

Die Anlieferungen sind von einer Gebühr befreit, die Entsorgungsmöglichkeit besteht nur für Abfälle, die im Rahmen von Tätigkeiten anfallen, die zur Abfallwiederverwendung und Abfallvermeidung beitragen.

Pragmatische Lörsung

„Wir haben eine pragmatische Lösung gefunden. Die Abfallwirtschaft hat die Situation neu bewertet und für alle eine Lösung gefunden“, so die Aussage von Rheinfeldens Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Er ist auch der Vorsitzende der Kreistags-SPD und war beim Pressegespräch im Rheinfelder Sozialkaufhaus „Schatzkästlein“ an der Schusterstraßeanwesend.

Die Kreisvorsitzende Hannelore Nuss und Ina Pietschmann, Geschäftsführerin des Kreisverbands, brachten ihre Freude über diesen Beschluss zum Ausdruck. „Der AWO Kreisverband Lörrach ist über diese Lösung hocherfreut und bedankt sich bei allen Beteiligen für die große Unterstützung“, meinte Nuss.

Pietschmann verwies auf die Problematik mit dem Müll und berichtete: „Wir bekommen sehr viel Ware zum sortieren, nach einem Wochenende kommt es vor, dass ganz viel Unbrauchbares einfach auf der Rampe vor unserem Schatzkästlein in Rheinfelden steht, was die AWO dann entsorgen muss.“ Mit dem Sortieren der gespendeten Waren leisten Ehrenamtliche in den Sozialkaufhäusern einen großen Beitrag zur Wiederverwertbarkeit von Gütern und entlasten die Recyclinghöfe.

Dabei sind auch viele Sachen, die sich nicht verkaufen lassen. Wöchentlich muss dieser Sperrmüll dann entsorgt werden. In der Vergangenheit war es so, dass, wenn der AWO-Transporter auf den Recyclinghöfen kostenfrei den Abfall der Sozialkaufhäuser entsorgen wollte, es immer wieder Schwierigkeiten gab. Die Menge war zu groß, man wurde zur kostenpflichtigen Scheinbergdeponie geschickt.

Der AWO-Kreisverband Lörrach betreibt mit den drei Sozialkaufhäusern als „Non-Profit-Unternehmen“, was bedeutet, dass die verkauften Warenspenden den gesamten Betrieb eines Kaufhauses mit Personalkosten und sämtlichen Nebenkosten erwirtschaften. Sämtlicher Hausmüll, der nicht auf die Höfe gebracht werden darf, musste kostenpflichtig entsorgt werden. Im zurückliegenden Jahr hatten die drei AWO Kaufhäuser eine Müllgebühr von rund 4500 Euro.

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