Rheinfelden Baugenossen stehen weiter gut da

Auch Wahlen für den Aufsichtsrat gab es bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Rheinfelden-Wehr (von links): Thomas Bugge (Aufsichtsratsvorsitzender, Christoph Schäuble (neu), Erhard Schott (Vorstand ehrenamtlich), Michael Kukla (Vorstand und Geschäftsführer) sowie Helmut Weber (neu). Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Die Baugenossenschaft Rheinfelden-Wehr steht weiterhin gut da und hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr hingelegt. Entsprechend zufrieden zeigte sich Michael Kukla, der seit einem Jahr als Vorstand und Geschäftsführer bei der Baugenossenschaft tätig ist, bei der Präsentation der Bilanz bei der Mitgliederversammlung.

Von Gerd Lustig

Rheinfelden. Unterm Strich hat die Genossenschaft einen Gewinn in Höhe von 153 000 Euro erwirtschaftet. Davon fließen rund 123 000 Euro in die freiwillige und 15 000 Euro in die gesetzliche Rücklage. Rund der gleiche Betrag wird als vierprozentige Dividende an die Mitglieder ausgezahlt. Der Genossenschaft wurden vom baden-württembergischen Genossenschaftsverband „geordnete wirtschaftliche und finanzielle Verhältnisse“ bescheinigt, wie Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Bugge informierte.

Der Aufsichtsrat wurde einstimmig, der Vorstand mit einer Gegenstimme von der Mitgliederversammlung entlastet. Die Gegenstimme rührte daher, da ein Mitglied sich im vergangenen Jahr nicht mit dem Neubau von Wohnblocks in der Emil-Frey-Straße 6a und 6b einverstanden erklärt hatte. Seine angestrengte Unterschriftenaktion hatte allerdings das nötige Quorum nicht erreicht.

Neubauten schreiten zügig voran

Derweil schreitet der Neubau der beiden Häuser zügig voran. Der Rohbau ist abgeschlossen, derzeit sind verschiedene Gewerke zugange. Mit Bezugsfertigkeit der 20 neuen Wohnungen rechnet Michael Kukla bereits im April und spätestes im Sommer 2020. Das ist um einige Monate früher als ursprünglich geplant, und das, obwohl es zu Baubeginn Verzögerungen durch den Abtransport dioxinbelasteten Erdmaterials gegeben hatte. Und auch beim Finanzvolumen sieht es gut aus. „Die kalkulierte Summe von 4,6 Millionen Euro werden wir wohl ein wenig unterschreiten“, sagte der Geschäftsführer. Ab Herbst will die Baugenossenschaft an die Vermarktung und Vermietung der Wohnungen gehen. Bei der aktuellen Lage auf dem Rheinfelder Wohnungsmarkt geht der Vorstand davon aus, dass die Wohnungen im Nu vergeben sind.

Sanierung und Modernisierung

Neben dem Neubau von Wohnungen liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Tätigkeit der Baugenossenschaft in der Sanierung und Modernisierung im Bestand. Dafür wurden im Vergangenen Jahr rund 610 000 Euro (plus 44 000 Euro gegenüber 2017) aufgewendet. Künftig wird dieser Sektor noch vorangetrieben werden, zumal viele Wohnungen bereits älter als 60 Jahre sind. Hier gilt es für das Unternehmen den Spagat zu schaffen, einerseits für den hohen Sanierungsbedarf aufzukommen und andererseits wegen des Altbaus keine allzu hohen Mieten generieren zu können.

Moderate Mieterhöungen angekündig

Gleichwohl kündigte Kukla für die nahe Zukunft moderate Mieterhöhungen an, und zwar für die Wohnungen, bei denen die Miete seit sechs Jahren gleich geblieben sei. „Zum Teil liegen wir deutlich unter Marktniveau, es gibt sogar noch Quadratmeterpreise von vier Euro“, führte der Geschäftsführer aus.

Wahlen des Aufsichtsrats für drei Jahre

In den Aufsichtsrat für eine weitere Periode von drei Jahren wurde Thomas Bugge gewählt. Neu in dieses Gremium gewählt wurden Helmut Weber (Freier Architekt) und Christoph Schäuble (Volksband Rhein-Wehra). Außerdem gehören Jürgen Horn, Paul Knauer sowie Antonia Merkel zum Aufsichtsrat.

Mitgliederstand steigt kontinuierlich

Aktuell hat die Baugenossenschaft 691 Mitglieder (plus neun gegenüber dem Vorjahr). Bewirtschaftet werden 246 Wohnungen, dazu kommen zahlreiche Garagen.

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