Rheinfelden Begeistert forscht der Nachwuchs

Zu kleinen Forschern und Wissenschaftler avancierten zahlreiche Kinder bei den auch jetzt wieder angebotenen „Science Camps“ bei der Firma Evonik. Diesmal stand das Thema Schaum im Fokus. Chemiepädagogin Marion Wagner leitete die Camps. Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Von Gerd Lustig

Chemie kann auch spannend und aufregend für Kinder sein. Bestes Beispiel sind die „Science Camps“ der Firma Evonik. Bei diesen dreistündigen Seminaren darf unter Anleitung der speziell geschulten Chemiepädagogin Marion Wagner nach Herzenslust experimentiert, ausprobiert und geforscht werden – jedes Jahr zu einem neuen Thema. Diesmal stand Schaum im Fokus.

Rheinfelden. Rund 50 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren waren mit Begeisterung dabei. Alle drei der angebotenen Kurse waren ausgebucht. Seit dem Jahr 2010 bietet Evonik nunmehr diese „Science Camps“ an. Seitdem machten in Rheinfelden und an anderen Standorten rund 1300 Teilnehmer mit. „Und die Nachfrage wird Jahr für Jahr größer“, freuten sich unisono Birte Herrmann, Leiterin Standortkommunikation, und Thomas Pietrek, Teamleiter Ausbildung Süd.

Das ist aber auch kein Wunder. Die „Science Camps“ schlagen nämlich nicht nur eine Brücke zwischen technischen Anwendungen und Alltagserfahrungen, sondern lassen den Forscher-Kids auch jede Menge Raum zum Kennenlernen von Chemie, und zwar das auf herrlich spielerische Art. Die drei Kursstunden vergehen wie im Flug. Geht’s anfangs vielleicht noch etwas verhalten und schüchtern, so kommt spätestens beim Selberausprobieren – stilecht natürlich ausgestattet mit Schutzbrille, Reagenzgläsern und Lupe – schnell Leben in die Mini-Labor-Bude.

„Mit den Camps wollen wir den Forscherdrang der Kinder wecken und ihnen zeigen, wie spannend eine spätere Tätigkeit bei uns sein könnte“, erklärt Pietrek. Dabei verhehlt er natürlich nicht den ebenfalls im Projekt steckenden möglichen unternehmerischen Nutzen, der da heißt: Fachkräfte für die Zukunft zu rekrutieren. „Denn wenn nicht in jungen Jahren die Begeisterung für Forschung und Wissenschaft geweckt wird, dann wird dies später bedeutend schwieriger“, so der Teamleiter.

Warum lässt sich Eiweiß schaumig schlagen? Wie verhält sich der Scham, wenn man mittels Luftpumpe Luft zugibt? Das waren zwei von etlichen Fragen, denen die Kinder jetzt im Camp nachgingen. Weiterhin drehte es sich auch um Fragen wie: Wer macht den meisten Schaum, wer den stabilsten oder auch, wann geht die Schaumkrone kaputt? „Das sieht ja aus wie Schlagsahne“, entfuhr es spontan dem kleinen Erik. Und sein Labor-Partner Lars lässt weiter munter den Schaumbesen laufen.

In altersgerechten Experimenten konnten die Kinder verschiedene Schäume herstellen, sie mit Hightech-Schäumen aus der Industrie vergleichen. Unter der Lupe erkannten sie so verschiedene Strukturen, haben Stabilität gemessen und testeten die Wärmedämmung.

Spielerisch sowie mit viel Spaß und Neugier gingen die Kinder an ihre Aufgaben heran. Und so gaben die Schäume nach und nach ihre kleinen Geheimnisse preis. „Schaum begeistert Kinder – in der Badewanne ebenso wie im Schokokuss“, erklärte Chemiepädagogin Marion Wagner.

Neben den Fragen um natürliche und künstlich hergestellte Schäume gab es beim Camp auch sonst noch viel zu entdecken. Besonders spannend wurde es beim Blick auf Schaum und kleine Schaumkronen durchs Binokular. Und ganz aufregend wurde es, wenn dann noch ein Tröpfchen einer der diversen Lebensmittelfarben drauf geträufelt wurde. „Es hat Riesenspaß gemacht“, brachten es schließlich die Brüder Tharo und Jona für die quirlige Gruppe auf den Punkt.

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