Rheinfelden Bewegende Worte und Tränen des Abschieds

Eine Tür schließt sich, eine geht auf: Die Schüler der Karl-Rolfus-Schule wurden von ihren Lehrern und Betreuern verabschiedet. Foto: Heinz Vollmar Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden-Herten (mv). Mit einer bewegenden Abschlussfeier, einem kleinen musikalischen Programm sowie den besten Wüschen für die Zukunft sind am Donnerstagabend die Entlass-Schüler der Karl-Rolfus-Schule am St. Josefshaus in Herten gewürdigt und in die „große Freiheit“ verabschiedet worden.

Die Entlassfeier ist für die Schulabsolventen in jedem Jahr etwas ganz Besonderes und wird nicht nur von den betroffenen Schülern, sondern auch von deren Eltern, Betreuern, Bekannten und Freunden mit Spannung erwartet.

Dieses Mal stand sie unter dem Motto „Immer geht ’ne neue Tür auf“ und lehnte sich an das Lied des deutschen Sängers Mark Forster an. In entsprechender Weise gestalteten sich in der Halle des St. Josefshauses auch die einladende Dekoration und das Bühnenbild, welches im Wesentlichen von verschiedenen Türen geprägt war.

In ihrer Ansprache bezog sich Schulleiterin Birgit Hehl auf die unterschiedlichen „Türen“ durch die man im Laufe eines Lebens hinaus- und auch wieder hineintritt. Die acht Entlass-Schüler der Karl-Rolfus-Schule hätten dies ebenfalls erlebt, denn sie seien über viele Jahre hinweg durch die Schultür getreten. Nach ihrer Schulzeit gehe es jetzt aber darum, durch eine neue Tür in einen neuen, beruflichen Lebensabschnitt einzutreten.

Mut machte sie den jungen Menschen mit Behinderung, indem sie ihnen zurief: „Auch wenn es mal nicht so gut läuft, macht sich immer wieder eine Tür auf, die Zuversicht verspricht.“ Manchmal müsse man auch mutig sein, um durch eine neue Tür zu treten, denn das Leben bedeute auch Veränderung, und diese brauche jeder Menschen, um daran wachsen zu können.

Im Namen des Trägers gratulierte Vorstandsmitglied Christoph Dürdoth vom St. Josefshaus den Entlass-Schülern. Er bemühte ein Wortspiel, an dessen Ende er allen „Ermutigern“ dankte, die bisher die jungen Menschen begleiteten. Auch er machte den Schülern Mut, denn es gebe auch nach der Schulzeit Ermutiger, denen sie vertrauen könnten.

Die Grüße des Elternbeirates überbrachte Rosemarie Idda. Sie sagte, die Entlassfeier finde an einem aufregenden Tag für alle Beteiligten statt, so auch für die Eltern. Dankesworte richtete sie an die Schulleitung für die Unterrichtung und Betreuung der Entlass-Schüler.

Auf musikalische Weise verabschiedeten ein Lehrer-Chor sowie ein gemischter Chor aus Lehrerinnen gemeinsam mit den Schulabsolventen die jungen Menschen mit Behinderung. Diese steigen in unterschiedliche Berufszweige ein oder besuchen Fördereinrichtungen.

Mit bewegenden Worten oder Gesten, durch Spiele oder musikalische Beiträge präsentierten sich die Entlass-Schüler selbst und verabschiedeten sich von der ihnen liebgewordenen Karl-Rolfus-Schule und den ihnen ans Herz gewachsenen Betreuungspersonen. Spätestens jetzt nahmen die Gäste der Feier wahr, wie wichtig und wie bedeutsam die Arbeit der Pädagogen an der Karl-Rolfus-Schule für Menschen mit Behinderungen ist und wie emotional die Bindung zwischen Lehrern, Betreuern und den Schülern über Jahre gewachsen ist. Die Freude darüber, aber auch Tränen des Abschieds machten die Entlassfeier daher auf besondere Weise eindrucksvoll.

Von der Karl-Rolfus-Schule verabschiedet wurden: Darius Ammon, Kim-Julien Brombacher, Edison Emini, Ardiana Foniqi, Nikol Junge, Ronja Kiefer, Zeynep-Nur Kilic und Kevin Wißler.

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