Rheinfelden Brückensensationen warten schon

Können die Plakate für das Straßentheaterfestival fast nicht bändigen (von links): Brigitte Brügger, Claudius Beck, Rainer Liebenow und Diana Stöcker. Foto: Ulf Körbs

Rheinfelden - Das diesjährige Straßentheaterfestival „Brückensensationen“ beider Rheinfelden ist größer als das vor einem Jahr: 26 Künstlergruppen werden vom 23. bis 25. August gleich 99 Shows bieten.

Der badische Kulturamtsleiter Claudius Beck hoffte gestern bei der Medienkonferenz zur Vorstellung des Programms, dass an den drei Tagen 15 000 Besucher den Weg zu den Festspielorten rund um die alte Rheinbrücke finden werden. Dabei wird es zwei neue geben: Zum einen wird die Stoffkünstlerin Rud Witt am Adelberg residieren, zum anderen das Mimach-Gruselkabinett „Grusel Gewusel“ auf der Boulebahn etwas oberhalb von der Rasenfläche des Hauses Salmegg zu finden sein.

Programm ist wieder eine bunte Mischung

Beck beschrieb das Programm als eine bunte Mischung, bei der für jeden Geschmack etwas angeboten wird. Dabei auch „ein bisschen sonderbar Anderes“ wie die Gruppe „Belcirque“ aus Belgien. Sie wird von sechs Musikerinnen gebildet, die „ihr Publikum mit vokaler und instrumentaler Kraft zu bezirzen wissen“, wie es im Programmheft heißt. Und den „Cirque Exalté“, dessen drei junge Artisten einen rasend-schnellen Auftritt zur Musik von Patty Smith hinlegen, hält Beck sogar für einen „absoluten Knaller“.

Eröffnet wird das Festival übrigens von einem „alten Bekannten“: die Schweizer Traberproduktion zeigt auf dem oberen Salmeggpark mit „Till trifft“ eine wagehalsige Messer-Maschinen-Jonglage. Später am Freitagabend soll es dieses Jahr ein Feuerkunstwerk auf dem Dach des Schweizer Rheinparkings geben. Becks eidgenössische Amtskollegin Brigitte Brügger erläuterte den Medienvertretern, dass es sich hierbei nicht um klassisches Höhenfeuerwerk handele, sondern geheimnisvolle Flammensäulen, Feuerlanzen und Laserprojektionen das Publikum begeistern werden. Ein Feuerwerk war eigentlich auch im Vorjahr geplant, musste aber wegen des „Abbrennverbot“ wegen der Dürre abgesagt werden. Der zweite Schweizer Beitrag sind die Auftritte von „The Sporthorses and the Guggenheim Box“ auf der Bühne am „Roten Haus“. Sie zeigen laut Beschreibung „eine bockig-poetische Musikperformance auf selbsterfundenen und selbstgebauten elektrischen Instrumenten“.

Bitte um Hutspenden anstatt Eintrittsgeld

Wie gewohnt wird für diesen Anlass kein Eintritt erhoben, stattdessen wird um eine Hutspende gebeten.

Hierauf ging auch Rainer Liebenow, Vorstandsmitglied des Hauptsponsors Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, ein. Mit den Hutspenden könnte das Festival sicherlich nicht finanziert werden, aber das Publikum zeige mit einer Gabe auch seine Wertschätzung der Veranstaltung. Wertschätzung erfährt das Festival auch seitens der Stadtverwaltungen. So betonte die badische Bürgermeisterin Diana Stöcker: „Es ist eine Marke für Rheinfelden.“ Sie berichtete zudem, dass es mittlerweile schon Anfragen von anderen Städten mit Brücken gäbe, ob der Kulturamtsleiter Beck dort nicht auch eine solche Veranstaltung auf die Beine stellen könne.

Wie richtig die Stöcker’sche Einschätzung ist, bestätigte auch Liebenow und Beck. Der verwies darauf, dass während dieses Wochenendes in Rheinfelder Hotels kein freies Bett mehr zu haben sei.

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