Rheinfelden Damit das Areal aufgewertet wird

Die Sängerhalle und eine hier befindliche Spielhalle sollen abgerissen werden. Zur Verlagerung der Spielhalle in die Peter Krauseneck-Straße wurde im Gemeinderat kontrovers diskutiert. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden  - 17 Ja-Stimmen, 13 Mal Nein und zwei Enthaltungen: Allein die Abstimmung im Gemeinderat unterstreicht die kontroverse Diskussion um die Verlegung einer Spielhalle von der Güterstraße im Gebäude „Sängerhalle“ ins Gewerbegebiet in der Peter Krauseneck-Straße.

Bei der Vorberatung im Bauausschuss hatte es nur eine Gegenstimme gegeben. Nach weiteren Beratungen der Fraktionen sowie auch durch die von der Chrischona-Gemeinde und dem Freundeskreis Asyl vorgebrachten Vorbehalte wegen der örtlichen Nähe der künftigen Spielhalle zu Räumlichkeiten der christlichen Gemeinde und zu den beiden Sammelunterkünften für Asylbewerber waren die Bedenken einiger Räte aber deutlich gewachsen. Mehrheitlich ist das Vorhaben aber jetzt auf den Weg gebracht.

Deutliche Aufwertung

Wie Bauamtschef Wolfgang Lauer in der Sitzung des Gemeinderates erläuterte, plant die Stadt im Bereich Güterstraße und gegenüber des Bahnhofes seit geraumer Zeit eine Verbesserung der städtebaulichen Situation. Bekanntlich will ein Investor einen bunten und attraktiven Mix aus Wohnungen, Büros und Geschäften realisieren, wobei der Komplex „Sängerhalle“ nebst der Spielhalle abgerissen werden soll.

Die Stadt verspricht sich von dem Projekt eine deutliche Aufwertung des Areals und eine bessere Anbindung, auch verkehrstechnisch, an die Innenstadt.

Wohin mit der bestehenden Spielhalle in der Güterstraße, hieß die große Frage. Und letztlich kam als beste aller Alternativen die Umsiedlung in die Peter Krauseneck-Straße heraus. Hier kann durch eine vorhabenbezogene Änderung des Bebauungsplans künftig eine Gewerbe- und Spielhalle entstehen, in der dann insgesamt zwölf Glücksspielgeräte aufgestellt werden dürfen. „Und die Genehmigung für eine Spielhalle bezieht sich ausschließlich auf diesen einen Standort“, bekräftigte der OB zu mehrfachen Nachfragen aus dem Ratsrund.

Nicht glücklich

Viele Gemeinderäte sind indes nicht glücklich mit dem künftigen Standort und votierten daher ebenso mit Nein wie beispielsweise Rainer Vierbaum (CDU), der die Spielhalle lieber im Gebiet „Einhäge“ ansiedeln wollte. Einige Räte, unter anderem Eckhard Hanser (CDU), stellten die Zuverlässigkeit des Bauherrn für die Güterstraße in Frage, zumal in der Vergangenheit das Projekt immer wieder verschoben wurde und zuletzt „nichts mehr ging“. „Ich verstehe daher die jetzige Eile bei der Verlagerung der Spielhalle nicht so ganz“, erklärte Hanser.

Auf Nachfrage von Reinhard Börner (Freie Wähler) wird aber von der Verwaltung noch die Parkplatzfrage beim künftigen Standort der Spielhalle geprüft, damit die Chrischona-Gemeinde bei ihren Sonntagsgottesdiensten noch ausreichend Parkraum vorfindet.

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