Rheinfelden Das Bürgerheim kennt keinen Fachkräftemangel

Die Oberbadische, 09.10.2018 22:02 Uhr

Rheinfelden (mv). Das Jahresergebnis 2017 für das Bürgerheim in Rheinfelden schließt mit einem Überschuss in Höhe von 108 804 Euro ab. In der öffentlichen Sitzung des Bürgerheimausschusses nahmen die Mitglieder am Montagabend das Ergebnis erfreut zur Kenntnis.

Ausschussvorsitzender und Oberbürgermeister Klaus Eberhardt führte das ausgezeichnete Ergebnis vor allem auf die gute Auslastung des Bürgerheims zurück. Allerdings gebe es auch Bereiche wie Unterkunft und Verpflegung, die nach wie vor nicht kostendeckend geregelt werden könnten. Beispielhaft nannte der OB den Bereich „Fremdessen“, der zu wenig Erlös einbringe. Es sollen Überlegungen angestellt werden, wie man diesen Bereich wirtschaftlicher und effizienter gestalten kann. Ausschussmitglied Wilfried Markus regte an, „Essen auf Rädern“ in der Form anzubieten, dass die Interessenten zum Essen ins Bürgerheim gebracht würden.

Umsetzung der Heimbauverordnung

In Bezug auf die Weiterentwicklung des Bürgerheims und die Umsetzung der Landesheimbauverordnung (LHeimBauVO) hat der Ausschuss den Leerstand des Hauses A (Betreutes Wohnen) mit 15 Wohneinheiten bis zum 1. Januar 2021 beschlossen. Dies sei allein deshalb wichtig, um die weiteren Planungsschritte zur Umsetzung der Verordnung einleiten zu können, sagte Eberhardt. Der Neu- und Umbau, der im Wesentlichen die Realisierung von Einzelzimmern nach den Vorgaben der Verordnung Rechnung trägt, könnte dann zum 1. Januar 2023 erfolgt sein.

Der Endzeitpunkt für die Vermietung der betreuten Wohnungen in Haus A ist somit mit der Fertigstellung des Neubaukomplexes der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft abgestimmt. Sie plant ein Wohnhaus mit rund 40 Miet- und Eigentumswohnungen auf dem Grundstück des bisherigen Hauses D des Bürgerheims. Damit soll gewährleistet werden, dass selbstständige Mieter des Hauses A reibungslos in den Neubau umziehen können. Entsprechende Gespräche mit den Bewohnern seien erfolgt, hielt der Ausschussvorsitzende fest.

Den Quartalsbericht des Bürgerheims stellte Heimleiterin Irene Lorenz vor. Sie zog eine insgesamt positive Bilanz in Bezug auf den Personalstand und die mit 99,1 Prozent hohe Auslastung des Bürgerheims. Sie betonte dabei, dass es auch keinerlei Fachraftprobleme gebe. Dies liege unter anderem an der hohen Zahl Auszubildender. Von den aktuell zehn Azubis würden acht nach der Ausbildung übernommen, kündigte sie an.

Hinsichtlich der Betreuung von dementen Heimbewohnern sprach sich Lorenz darüber hinaus für die Schaffung eines geschützten Bereiches aus. Ein entsprechendes Konzept müsse jedoch noch erarbeitet werden. Dies gelte auch für die Schaffung von Kurzzeitpflegeplätzen, was jedoch aufgrund der dann drohenden Leerstands-Problematik zu finanziellen Engpässen führen könnte. Insofern müsse diesbezüglich auch das finanzielle Risiko beachtet werden, sagte Irene Lorenz in ihrem Quartalsbericht.

 
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