Rheinfelden Das Häs muss im Schrank bleiben

Oberzunftmeister Michael Birlin (rechts) freute sich nicht nur über seine erneute Wiederwahl für weitere zwei Jahre, sondern auch darüber, dass mit Tim Schick ein weiterer Junger als Zunftrat im Vorstand der Narrenzunft mitwirkt. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden - Der Häs kann für die kommende Fasnachtskampagne 2020/21 im Schrank bleiben. Das Coronavirus hat auch in Rheinfelden die Narretei im Griff. Es heißt stattdessen für dieses Mal: Schluss mit lustig.

Wie nicht anders zu erwarten war und auch vielerorts bereits geschehen, hat auch die Narrenzunft Rheinfelden die Kampagne 2020/21 abgesagt. Auf Vorschlag des Zunftvorstandes gab es bei der Hauptversammlung in der Hans Thoma-Halle, bei der rund 100 Mitgliedern anwesend waren – so viele wie noch nie – ein einstimmiges Votum aller 36 Cliquen. Oberzunftmeister (Ozume) Michael Birlin bedauerte diesen Schritt zwar, den es schweren Herzens aber zu gehen gelte. „Wenn es um die Gesundheit von Menschen geht, müssen wir Narren zurückstehen“, betonte Birlin.

Und die Absage betrifft die Fasnacht von A bis Z. Neben Umzug, Zunftabenden, Ordensverleih, Närrischer Meile, Guggenfestival und allen Hallenveranstaltungen ist auch der Fasnachtsauftakt mit dem traditionellen Nierle-Essen gestrichen. Was es vielleicht in der Kampagne geben mag, sind kleinere Veranstaltungen drinnen oder im Freien, die natürlich bei der Stadt angemeldetwerden müssen. Dabie sind auch die Corona-Regeln zu beachten. Aber, so meinte Birlin, der vor zirka einer Woche ein letztes Gespräch mit Ordnungsamtschef Dominik Rago, Hauptamtsleiter Hanspeter Schuler sowie Oberbürgermeister Klaus Eberhardt geführt hatte: „Es wird aber sicher sehr schwierig sein, Veranstaltungen finanziell sinnvoll darzustellen“, bei all den Auflagen, unter anderem eingezäunte Areale, und Beschränkungen“, verbreitete der Ozume alles andere als Optimismus.

Rückblick

Zuversicht hatte der Rheinfelder Narrenchef hingegen in seinem Jahresbericht zur abgelaufenen Kampagne versprüht. „Es war eine erfolgreiche Fasnacht 2019/20, alles lief reibungslos du auch unfallfrei“, bilanzierte er. Herzlichen Dank sagte er der Stadt Rheinfelden, die, angefangen vom Oberbürgermeister bis zum Leiter der Technischen Dienste Siegfried von Au, der Narretei sehr zugetan ist und größtmöglich die Zunft unterstützen. Wie aus dem Bericht des beruflich abwesenden Ehren-Oberzunftmeisters Wilfried Markus als „Chef des Wasserturms“ hervorging, erfreut sich das im Wasserturm beheimatete Narrenmuseum immer größeren Zuspruchs und Beliebtheit. Führungen werden gerne gebucht. „Wir kriegen auch etliche Anfragen aus dem Ausland“, berichtete Zunftmeister Andreas Walter.

Unschönes

Das einzig Unschöne in der vergangenen Session war ein Vorfall im Bereich der Kasse. In ihrem ansonsten tadellosen Bericht informierte Oberrentmeisterin Sabrina Birlin über einen Diebstahl im Verlauf des ersten Zunftabends. Dabei wurden knapp 500 Euro in bar sowie Bons im Wert von 6000 Euro gestohlen. In Zusammenarbeit von Cliquenmitgliedern und der Polizei, vornehmlich Dieter Wild, gelang es allerdings, den Diebstahl weitestgehend aufzuklären. Noch ist die Sache aber nicht restlos abgeschlossen.

Wahlen

Die anstehenden Wahlen im Vorstand der Zunft verliefen allesamt einstimmig. Alle Kandidaten hatten sich erneut zur Wahl gestellt, und zwar wie folgt: Michael Birlin (Oberzunftmeister), Andreas Walter (Zunftmeister), Sabrina Birlin (Oberrentmeisterin), Petra Grießl-Birlin (Kanzelarin), Jasmin Brunner (Rentmeisterin) sowie die Zunfträte Thomas Grießl, Reiner Schick, Werner Mülhaupt und Noemi Mandel. Neu dazugekommen ist zudem Tim Schick.

Der Countdown läuft! Jetzt bis zum Jahresende gratis lesen. Schnell HIER anfordern.

  • Bewertung
    1

Umfrage

Corona-Regeln

Die Corona-Infektionszahlen steigen wieder an. Werden Sie Ihre Aktivitäten jetzt wieder verstärkt einschränken und persönliche Kontakte vermeiden?

Ergebnis anzeigen
loading