Rheinfelden Das ist kein Grund zur Freude

Vorstandsmitglieder des Rheinfelder Ortsvereins ließen sich von Geschäftsführer Harald Höhn (rechts) über die Arbeit des Tafelladens informieren. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden. „Mit bis zu 110 Kunden an einem Tag haben wir langsam eine Obergrenze erreicht, was wir mit unserem Helferteam leisten können“, erfuhren Vertreter des SPD-Ortsvorstands Rheinfelden und der Gemeinderatsfraktion im Tafelladen Rheinfelden von dessen Geschäftsführer Harald Höhn. Die Sozialdemokraten wollten sich vor Ort über die Arbeit informieren.

Rund 30 Ehrenamtliche Helfer, die Lebensmittel bei ungefähr 25 Spendern einsammeln, sie für den Verkauf vorbereiten, die Regale füllen und damit regelmäßig dreimal wöchentlich Menschen aus Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen unterstützen: Dies sind die Zahlen, anhand derer Höhn während der Besichtigung deutlich machte, welch hohen Arbeitseinsatz sein Helferteam Woche für Woche und zum großen Teil schon seit Jahren leistet.

Die Besucher waren besonders beeindruckt über die gut durchdachten Abläufe im Verkauf, die dafür sorgen, dass keine unnötigen Wartezeiten entstehen und sich alle Kunden gerecht und freundlich bedient fühlen.

Dass der stetige Zuwachs an Kunden tatsächlich kein Grund zur Freude sein kann, machte Karin Paulsen-Zenke, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, deutlich. Sie seien vielmehr ein Alarmsignal, das aufhorchen lassen müsse. „Heute lebt in Deutschland jedes 7. Kind von Hartz IV. Auch die Zahl der alten Menschen, die von ihrer Rente nicht mehr leben können, steigt. Gleichzeitig muss uns bewusst sein, dass die Entstehung der Tafelläden mit einer Überfluss- und Wohlstandsgesellschaft verbunden ist, in der Tonnen von verzehrfähiger Lebensmittel auf dem Müll landen“, bedauerte die Vorsitzende.

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