Rheinfelden Die Rodung beginnt

Die Vorarbeiten für den eigentlichen Bau des neuen zentralen Feuerwehrgerätehauses haben inzwischen begonnen. Das Projekt soll im Bereich der Römerstraße und des Kreisels am Äußeren Stadtring und in der Nachbarschaft zur DRK-Rettungswache entstehen. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden - Das zentrale Feuerwehrgerätehaus ist derzeit eines der ganz wenigen Großprojekte, die in der Stadt auf der Agenda stehen. Entsprechend ehrgeizig und sorgfältig wird das Vorhaben mit einem Finanzvolumen von 15,1 Millionen Euro vorangetrieben.

Die gute Nachricht: Unaufhaltsam geht das Projekt an der Römerstraße und beim Kreisel des Äußeren Rings seinen Weg. Und so war auch jetzt die Vergabe der nächsten Leistungsstufen an das Generalunternehmen Dasch & Zürn kein Problem. Der Gemeinderat gab dafür am Dienstagabend einstimmig grünes Licht.

Aushub-Zwischenlager aus Planung herausgenommen

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt macht mächtig Druck, damit ja keine Verzögerungen bei dem Bau eintreten, in den künftig die Feuerwehrabteilungen von Rheinfelden, Warmbach, Nollingen und Karsau ein neues Domizil finden sollen. Daher war auch der Bereich des Bebauungsplans, der das geplante Zwischenlager für Erdaushub betrifft, aus der Planung herausgenommen worden, weil es hier noch viel Klärungsbedarf gibt.

Ganz wichtig ist allen Beteiligten beim laufenden Bebauungsplanverfahren ein gutes Einvernehmen mit den Anwohnern, die ja bei der frühzeitigen Beteiligung von Behörden und Öffentlichkeit Bedenken bezüglich Lärm und Verkehr vorgebracht hatten (wir berichteten). Daher wurde ein Zu- und Abfahrtsplan für die Einsatzkräfte festgelegt mit zeitlicher Begrenzung von Übungen am Abend.

Um 21 Uhr soll jeweils Übungsende sein

De facto heißt das: Über die Römerstraße fahren die Feuerwehrmänner nur im Alarm- und Übungsfall an. Die Abfahrt nach dem jeweiligen Einsatz erfolgt über den noch zu bauenden neuen Kreisverkehr. Obendrein gilt: Übungen enden spätestens um 21 Uhr.

Inzwischen liegt auch die naturschutzrechtliche Genehmigung durch das Landratsamt vor, sodass die Bauvorbereitung des Geländes jetzt begonnen haben. Im Hintergrund laufen die Planungen rund um den Neubau des zentralen Feuerwehrgerätehauses schon seit Langem auf Hochtouren.

Mit den in diesen Tagen begonnenen Rodungen auf dem Gelände beginnt nun eine neue Phase des Projektes. Dabei geht es nicht nur um die Fällung verschiedener Laub- und Nadelbäume sowie das Entfernen von Büschen und weiterem Bewuchs, sondern auch um den Rückbau aller „Anlagen“ der ehemaligen Kleingartenanlage. Die Planer rechnen damit, dass die Rodungsarbeiten voraussichtlich – je nach Witterung – bis Ende dieses Monats dauern.

Grünarbeiten

Mit den Arbeiten wurde die Firma Lützelschwab beauftragt, die sich im Vorfeld eng mit dem städtischen Grünplaner Patrick Pauli abgestimmt hat. „Bei allen Fäll- und Rodungsarbeiten gilt ein besonderes Augenmerk dem Artenschutz. Aus diesem Grund müssen alle Fällungen vor Beginn der Vogelbrutperiode abgeschlossen sein.

Die Rodungen der Wurzelstöcke können dagegen etwas später durchgeführt werden, weil im Boden befindliche Tiere zu diesem Zeitpunkt aktiv sind und ihre Winterquartiere bereits verlassen haben“, erläuterte der Fachmann.

Zwei Bäume müssen laut Bebauungsplan aufgrund ihrer Habitatqualität für Vögel und Fledermäuse erhalten werden. Diese werden während der Arbeiten so geschützt, dass weder Wurzeln noch Krone Schaden nehmen sollen.

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