Rheinfelden Die Siedlung bekommt einen Plan

Das Gebiet der Siedlung in Rheinfelden soll mit einem Masterplan für eine mögliche künftige Bebauung und Nachverdichtung versehen werden. Am 20. Mai gibt es eine Informationsveranstaltung für die Bewohner. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden - Die Siedlung ist schon ein besonderes Wohnquartier. Historisch entstanden und gewachsen stellt sie ein weitestgehend homogenes Gebiet mit viel Gartenfläche und Grün dar. Jetzt ist allerdings auch hier Nachverdichtung angesagt. Damit dies geordnet abläuft, plant die Stadt dem Quartier, das oftmals auch „Gartenstadt“ genannt wird, einen Masterplan zu verpassen, sprich: Es soll ein Bebauungsplan her.

In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses wurde quer durch alle Fraktionen dieses Vorhaben begrüßt und für notwendig befunden. Planer Thomas Thiele vom gleichnamigen Büro in Freiburg hatte in der Sitzung in groben Zügen präsentiert, wie eine maßvolle Nachverdichtung für diesen sensiblen Raum aussehen könnte, um den Charakter der Siedlung zu bewahren. Die Pläne zum Masterplan will die Verwaltung demnächst der Öffentlichkeit präsentieren. Dazu sind die Bürger zu einer Versammlung am 20. Mai eingeladen. Dabei sollen Bedürfnisse und Vorstellungen der Siedlungsbewohner erfasst und aufgenommen werden. In den vergangenen Jahren waren gerade an den Randbereichen der Siedlung Veränderungen in Sachen Bebauung registriert worden, die in sich in dieser Art nicht fortsetzen sollten.

Bei der Aufstellung eines Bebauungsplans für die Zukunft handelt es sich im Übrigen um einen Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion sowie von Gemeinderätin Ellen Haubrichs, dem die Verwaltung jetzt nachgekommen ist. „Da haben wir uns eine große Aufgabe gestellt“, brachte es Ralf Glück (Freie Wähler) auf den Punkt. „Wir begrüßen den Masterplan sehr, bei der Nachverdichtung darf nicht ungesteuert geplant werden“, betonte Uwe Wenk (SPD). Die vom Planungsbüro gemachten Vorschläge befindet die Fraktion für gut. Man wolle aber trotzdem flexibel bleiben. „Es ist eine super Idee“, befand Helmut Wolpensinger für die CDU-Fraktion. Nachverdichtung dürfe es aber nicht mit aller Gewalt geben. „Man darf aber nicht zu nahe an die bisherigen Gebäude heranrücken“, forderte er.

„Wir haben in der Vergangenheit schon öfter über die Siedlung oder über dort geplante Bauprojekte diskutiert“, erklärte schließlich Oberbürgermeister Klaus Eberhardt. Der „Gummiparagraf 34 des Landesbaugesetzes“, wie Planer Thiele ihn nannte, erlaube den Bau sich in die Umgebung einfügender Projekte. Die Freiflächen in der Siedlung würden nun immer mehr zu Begehrlichkeiten führen. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, so der OB, da man überlegen müsse, ob man den Charakter der Siedlung erhalten wolle und wie und in welche Richtung das Gebiet entwickeln wolle. „Die Bestandssicherung muss aber immer gewährleistet sein“, sagte Eberhardt. Die Siedlung umfasst insgesamt ein Gebiet von einer Größe von 26,5 Hektar. Das Freiburger Planungsbüro hat einen ersten städtebaulichen Entwurf erarbeitet, mit dem die inneren Grünzonen erhalten bleiben. Das Gebiet der Siedlung wurde in mehrere kleinere Quartiere unterteilt, die in ihrer Typologie gesondert zu betrachten sind.

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