Rheinfelden DRK ist stets zum Einsatz bereit

Der Vorstand (v.l.): Kornelia Jüngel-Waas, Tobias Bräutigam, Irene Knauber, Daniel Robold, Kevin Köhler, Martin Volkmann, Manfred Gollin, Klaus Adlberger, Karin Lützelschwab und Lukas Huber.  Foto: Vollmar

„Was für eine Zeit! Wer hätte gedacht, dass eine Pandemie unser Leben so aus der Bahn wirft?“ Mit diesen Worten eröffnete Irene Knauber am Donnerstag als Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Rheinfelden die Mitgliederversammlung.

Rheinfelden (mv). Außer Vertretern der Presse waren daher auch keine Gäste zugelassen. In ihren Eingangsbemerkungen ging die Vorsitzende zunächst auf die Corona-Pandemie ein und kritisierte scharf die Querdenker-Szene. Diese würde ihre eigene, sogenannte Freiheit über die Gesundheit ihrer Mitbürger stellen. Egoismus gepaart mit Verantwortungslosigkeit führe zu immer aggressiverem Verhalten.

Rückblick

Im Bericht der Schnelleinsatzgruppe (SEG) erinnerte die Vorsitzende an die Neubeschaffung eines EKG für einen Krankentransportwagen sowie diverse Sanitätsdienste im Jahr 2019. 2020 konnte die Einsatzfähigkeit zwar erhalten bleiben, aufgrund ausgefallener Veranstaltungen fanden indes keine Sanitätsdienste mehr statt.

Aus der Bereitschaft war zu erfahren, dass 2019 zwar noch die üblichen Sanitätsdienste durchgeführt werden konnten, während ein Jahr später aufgrund der Pandemie ein Einkaufslieferservice für besonders gefährdete Personen übernommen wurde.

Eine positive Bilanz trotz Corona zog Irene Knauber in Bezug auf die Blutspende-Termine, obwohl ein Termin ausfallen musste, sowie hinsichtlich der Aktivitäten im Jugendrotkreuz, die jedoch insbesondere 2020 auch unter der Pandemie litten. Von Umsatzsteigerungen berichtete Irene Knauber indes bezüglich der Arbeit im Kleiderladen des Sozialdienstes.

Erfreut zeigte sie sich darüber, dass sowohl die Gymnastikkurse wie auch der Gedächtnistraining-Kurs seit September wieder durchgeführt werden können.

DRK-Geschäftsführer Manfred Gollin erinnerte daran, dass sich das Budget für die Notfallrettung im Vergleich zum Jahr 2018 um 374 000 Euro auf 2 221 621 Euro in diesem Jahr erhöht hat. Gleichzeitig verwies er auf die Neuanschaffung zahlreicher Fahrzeuge für den Rettungsdienst.

Zur Personalsituation sagte er, dass man insgesamt über 40 Kräfte verfüge, darunter einige in Teilzeit in den Bereichen Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter, FSJler sowie Notfallsanitäter-Azubis. Gleichzeitig verwies er darauf, dass es bisher aufgrund von Personalmangel keine Fahrzeugabmeldungen bei der Notfallrettung gab, aber hin und wieder beim Krankentransport.

Ausblick

DRK-Geschäftsführer Gollin teilte mit, dass man derzeit mit dem Kreisverband Säckingen über eine Übertragung des Rettungsdienstes an den Kreisverband verhandle. „Das würde uns enorm entlasten, zumal es immer schwieriger wird, jemand zu finden, der insoweit die Leitungsfunktion übernehmen möchte und kann.“ Es gebe diesbezüglich jedoch noch keinen Vorstandsbeschluss, vielmehr werde eine Entscheidung in einer entsprechenden Mitgliederversammlung getroffen.

Gollin und Knauber teilten auf Nachfrage mit, dass es dabei insbesondere um ihre beiden Funktionen gehe, für die bisher keine Nachfolger in Sicht sind.

Wahlen

Vorsitzende: Irene Knauber, Stellvertretender Vorsitzender: Manfred Gollin, Bereitschaftsärztin: Kornelia Jüngel-Waas, Schriftführerin: Silke Wischeropp, Leiter Bereitschaft: Lukas Huber und Daniel Robold, Leiter SEG: Kevin Köhler und Tobias Bräutigam, Leiterin Sozialarbeit: Karin Lützelschwab, Leiter Jugendrotkreuz: Martin Volkmann, Kassenprüfer: Andreas Isele und Klaus Müller

Wahl der Delegierten für die Kreisversammlung: Klaus Adlberger, Silke Wischeropp, Karin Lützelschwab, Martin Volkmann, Kevin Köhler, Lukas Huber, Daniel Robold und Samuel Büchler.

Zu Ersatzdelegierten wählte die Versammlung alle aktiven Mitglieder der Sozialarbeit, der Bereitschaft und der Schnelleinsatzgruppe.

Ehrungen

Für 15-jährige ehrenamtliche Tätigkeit wurde Martin Volkmann geehrt. So auch Dieter Rolfs (in Abwesenheit), der seit 50 Jahren für den DRK-Ortsverein Rheinfelden ehrenamtlich arbeitet. Weitere Mitglieder wurden für fünf- und zehnjährige hauptamtliche wie ehrenamtliche Tätigkeit geehrt.

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