Rheinfelden - Und gewonnen haben bei der Rheinfelder Bürgerstiftung Erich Blatter (Ehrenpreis) und die Damen des Rotkreuz-Kleiderladens. Die Preisträger wurden während einer Feierstunde am Mittwoch, dem „Tag des Ehrenamtes, ausgzeichnet.

Ehrenpreis

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Ehrenpreisträger Blatter wurde wegen seines Engagements für die Städtepartnerschaft mit der südtiroler Marktgemeinde Neumarkt ausgezeichnet. Stiftungsvorsitzender Norbert Dietrich erinnerte daran, dass in der jüngsten Vergangenheit der Optimismus, der mit der Euro-Einführung aufkeimte, durch ein Erstarken des Nationalismusses einen starken Dämpfer erhalten habe. Und daher bräuchten die damals beinahe für unnötig gehaltenen Städtepartnerschaften teilweise eine Wiederbelebung. In Rheinfelden sei das aber nicht der Fall, auch dank Blatters, der seit der Gründung des Freundeskreises Neumarkt im Jahre 1997 dessen Vorsitzender ist. Dietrich fasste Blatters Verdienste um die Freundschaft mit Neumarkt und den anderen Rheinfelder Partnerstädten zusammen mit den Worten: „Festzuhalten bleibt, dass auf allen Ebenen und weit über den politischen Bereich nachhaltige Verbindungen geschaffen werden konten, die bis zum heutigen Tag gepflegt und von Ihnen, Herr Blatter, federführend organisiert werden.“ Dieses Lob wolle er nicht allein für sich in ANspruch mehmen, was auch für den Preis gelte, erwiderte der Ausgezeichnete. Und fügte hinzu: „Es kommt nicht allein auf den Vorsitzenden darauf an, sondern dass viele mitarbeiten. Und das ist bei uns der Fall.“

Bürgerpreis

Viele arbeiten auch beim Träger des diesjährigen Bürgerpreises, den Stiftungsratsvorsitzender Rainer Liebenow übergab, mit. Genauer gesagt: 18 Damen rund um Karin Lützelschwab sorgen für den reibungslosen Ablauf im Kleiderladen des Roten Kreuzes an der Güterstraße. Und was das bedeutet, schilderte der Laudator in seiner Rede: In den rund 3000 Stunden ehrenamtlichen Einsatzes werden pro Jahr ungefähr 40 000 Kleidungsstücke und ein Umsatz von nahezu 50 000 Euro erwirtschaftet. Aber das ist nicht alles. Sondern die Textilien müssen vor dem Verkauf auch sortiert werden. Und hierbei geschieht etwas, was Liebenow nachdrücklich kritisierte, wobei er sich nicht an die Damen wandte: „Die Entsorgung von Müll im Kleidercontainer sollte sich eigentlich von selbst verbieten; ist aber ein echtes Problem. Neben der Tatsache, dass es für die freiwilligen Helfer eine Zumutung ist, solchen unhygienischen und unappetitlichen Müll in die Hand nehmen zu müssen, verdreckt er auch brauchbare Kleidung und macht deren Verkauf im Zweifelsfall unmöglich.“ Lützelschwab als Sprecherin der Geehrten bekannte, sie hätte mit der Auszeichnung keineswegs gerechnet und übernahm gerne den Preis aus Liebenows Händen.

Oberbürgermeister lobt

Diesen Preis könne die ganze Stadt vor sich her tragen, befand Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und ergänzte: „Wir sind an vielen Stellen gut, aber vor allem Ehrenamt.“ Dazu trage auch die Bürgerstiftung bei, da sie mit dem Bürgerpreis und dem Ehrenpreis alljählich das bürgerschaftliche Engagment würdige und damit auch stärke.