Rheinfelden Ein Konzertabend voller Überraschungen

Vorsitzender Klaus Hunzinger (rechts) dankt Dirigent Eckhart Hanser für die vergangenen 16 Jahre. Foto: Petra Wunderle Foto: Die Oberbadische

Rheinfelden-Minseln (pem). Mit einem 50-köpfigen Orchester, Solisten und dem Dirigenten Eckhart Hanser hat der Musikverein Minseln 300 Gäste in das musikalische Schaffen der vergangenen 16 Jahre entführt. Das Jubiläumskonzert „100 Jahre 1919 – 2019“ in der Alban-Spitz-Halle war zugleich das letzte Konzert unter Hansers Leitung.

Es war ein wunderschöner Konzertabend voller Überraschungen: Die Stimmung war bestens, die Herzlichkeit zwischen den Aktiven und dem Dirigenten nahezu greifbar. Eingebettet in den Abend waren viele Dankesworte und die Überreichung von Geschenken für das, was Hanser in den vergangenen 16 Jahren geleistet hat. „Es war ä wunderschöni Zyt mit ihm. Er isch ä zweite Karajan“, dankte Ortsvorsteherin Eveline Klein.

Der Musikverein Minseln hat aktuell kein Jugendorchester, der Nachwuchs wird speziell ausgebildet, viele sind bereits im Aktivorchester integriert. Aber, so erzählte Vorsitzender Klaus Hunzinger in seiner Begrüßung: „Zum 100-jährigen Bestehen haben wir die Jugend nochmals ins Leben gerufen, es ist eine zusammengewürfelte Truppe, und sie haben ihr Repertoire auf Eigeninitiative einstudiert.“ Dirigiert wurden die „Jungen“ von Susanne Hanser, die humorvoll ihren Mann Eckhart imitierte.

Das Programm war anspruchsvoll, eben so, wie man das von der Hanser-Truppe gewohnt ist. Ein ausgesuchtes Repertoire, das mit Hoch Heidecksburg, einem Militärmarsch von Rudolf Herzer, begann. Danach wurde es operettenhaft: Mit der Maske in Blau kamen beschwingt gefällige Melodien, zum Beispiel die Julika aus Budapest oder am Rio Negro, einst gesungen von Marika Röck, zu Gehör. Der große Konzertpunkt wurde mit „Tirol 1809“ von Sepp Tanzer gesetzt.

Hansers Musikerfreund Heinz Benz setzte noch eins obendrauf: Er hatte extra „Das war´s“ komponiert, er übernahm den Taktstock und setzte so symbolisch den Übergang von Eckhart Hanser vom Dirigent ins Privatleben.

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