Rheinfelden Eröffnung ist geprägt von Coronavirus

Gestern überreichte Karsten Pabst (links), Mitglied der Unternehmensführung, den beiden Marktleitern Birgit Wissler und Stefano De Corso den symbolischen Schlüssel zum neugestalteten MHieber-Markt in der Rheinfelder Fußgängerzone. Foto: Ulf Körbs

Rheinfelden - Der Hieber-Markt in der Rheinfelder Fußgängerzone hat wieder offen. Die Umgestaltung war eine Mammutaufgabe, auch wegen des Coronavirus.

2,1 Millionen Euro hat das Unternehmen in die Modernisierung gesteckt, davon allein 400 000 Euro in die Gebäudesanierung. Angeboten werden auf der jetzt nur ebenerdigen 2000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche insgesamt 38 000 Produkte. Diese Zahlen nannte Karsten Papst, Mitglied der Unternehmensführung, gestern im Pressegespräch. Er berichtete aber auch von Schwierigkeiten, die der derzeitigen Situation geschuldet waren. So kamen externe Firmen wegen des Coronavirus nicht, und auch Mitarbeiter aus dem Elsass mussten zeitweise in häuslicher Quarantäne ausharren.

Um der Gesundheitsbedrohung gerecht zu werden, gibt es entlang der Bedientheken – Stichworte: Backstand, Fleisch- und Wurstwaren sowie Käse- und Fischabteilung – Markierungen, damit die Kundschaft einen Sicherheitsabstand wahrt. Das gleich gilt für die einzelnen Kassen. Hier werden die Kunden aufgefordert, nach Möglichkeit mit Karten zu bezahlen. Die Kassierer werden außerdem von Plexiglasscheiben abgeschirmt. Die Mitarbeiter an den Verkaufstresen werden zudem durch einen „Luftschleier“ vor Infektionen geschützt. Diese Maßnahme hängt aber nicht direkt mit dem Coronavirus zusammen, sondern ist hygienischer Standard.

Papst berichtete aber auch von unliebsamen Begebenheiten während des ersten Öffnungstags. So musste er zwei Platzverweise gegen Jugendliche aussprechen, die trotz der Ansteckungsgefahr sich mit Wangenküssen begrüßten und lauthals „Party machen“ wollten. Ein besonders krasser Fall sei der eines rund 14-Jährigen gewesen, der sich renitent zeigte und dabei auch noch von seiner Mutter unterstützt wurde. Jedoch beobachtende Kunden hätten das Hausverbot als richtig angesehen und dies auch kundgetan, freute sich Pabst.

Voll des Lobes war er auch für die Belegschaft rund um die beiden Marktleiter Birgit Wissler und Stefano De Corso. Sie hätten ganz hervorragend „mitgezogen“. Dabei erzählte er von einer Mitarbeiterin, die eigentlich im Müllheimer Geschäft tätig ist und nach Rheinfelden für das Befüllen der Regale abgezogen wurde. Sie wohnt im Elsass und kam wegen der Grenzschließung trotz „Passierscheins“ am ersten Einsatztag wegen des Staus zu spät. Bei ihrem zweiten Einsatz war sie pünktlich da. Sie hatte sich bei einer deutschen Kollegin einquartiert. „Das nenne ich Einsatz“, lobte Pabst.

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