Rheinfelden Es gab weniger Einbrüche

Rheinfelden - Die gute Nachricht vorweg: Im Bereich des Polizeireviers Rheinfelden zwischen Grenzach-Wyhlen und Schwörstadt gab es vergangenes jahr weniger Wohnungseinbrüche. Insgesamt wurden 3453 Straftaten registriert. Auch das sind weniger als im Jahr zuvor.

Allerdings musste Revierleiter Siegfried Oßwald, sein Stellvertreter Bernhard Weis und Dieter Wild gestern beim Pressegespräch einräumen, dass in der Stadt Rheinfelden, einschließlich Ortsteile, die Häufigkeitsziffer um knappe fünf Prozent angestiegen ist. Revierweit führt der Diebstahl mit 826 Delikten die Straftaten an. Zweitgrößte Kategorie waren die Betrugs- und Fälschungsfälle (500). Darauf folgen 403 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Und „Rohheitsverbrechen“, hierunter fallen unter anderem die Körperverletzungen, gab es 562 Mal. Die Körperverletzungen allerdings waren rückläufig: 31 Fälle weniger als im Jahr 2017 mussten bearbeitet werden.

Zwei ganz besondere Verbrechensbereiche stellte Klaus Klotz von der Kriminalpolizei vor: zum einen Sexualdelikte, zum anderen Trickbetrügereien zu ungunsten von Senioren. Im ersteren Bereich kam es zwar zu einer auffälligen Steigerung. Das sei aber auch auf die Gesetzesverschärfung nach der Silvesternacht in Köln zurückzuführen, erläuterte der Kripomann.

Bei der zweiten Kategorie gibt es nur kreisweit gültige Zahlen. Insgesamt wurden 189 ältere Mitmenschen von angeblichen Enkeln, falschen Polizisten oder per Schockanruf belästigt. Aber 183 Fälle waren nur Versuche. Klotz erläuterte auch, dass diese Taten nur schwer aufzuklären seien, weil die Täter meist vom Ausland aus agieren, beim „Enkeltrick“ ist es häufig Polen, und „falsche Polizisten“ rufen meist aus der Türkei an.

Oßwald und seine Kollegen lobten auch die Stadtverwaltung für ihre Präventionsmaßnahmen, sei es im Jugendbereich, sei es bei der Sicherheit im öffentlichen Raum. Auch deshalb sei die Straßenkriminalität rückläufig gewesen.

Ein Problem ist in Augen des Revierleiters nur schwer in der Griff zu bekommen – die Rauschgiftkriminalität. Die ging zwar auch leicht zurück, aber da kann es sich wohl nur um eine Momentaufnahme handeln. Denn wie meinte Oßwald: „Die Verfügbarkeit scheint grenzenlos zu sein.“ Was auch der Grenzsituation geschuldet ist.

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