Rheinfelden Es ist wie in einer kleinen Familie

Bewohner und Gäste feierten beim Sommerfest des Bürgerheims gerne miteinander, dazu spielte und sang auch Klaus Böffert. Foto: Petra Wunderle

Rheinfelden - Interessante Reden, ein spannendes Interview, lustige Anekdoten und ein buntes Programm: Mit einem Festakt, an dem rund 90 Personen teilnahmen, und einem Tag der offenen Tür wurde am Samstag das 60jährige Bestehen des Bürgerheims der Stadt Rheinfelden gefeiert. Ob drinnen oder draußen im Garten mit Musik und Gesang oder bei Führungen - da wurde allerhand geboten für die Gäste und die Bewohner.

„Wir sind anlässlich 60 Jahre Bürgerheim zusammengekommen. Das so viele gekommen sind ist ein Zeichen, dass sie sich für das Bürgerheim interessieren. Herr Oberbürgermeister herzlichen Dank, dass sie immer hinter uns stehen“, brachte Hausleiterin Irene Lorenz ihre Freude gleich zu Beginn zum Ausdruck.

Eberhardt erinnert an die Geschichte

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt ging auf die Entstehung des Hauses ein und erzählte, dass 112 Personen aufgenommen werden konnten. zwölf Beschäftigte standen der Heimleitung zur Seite und es wurden sieben Jungschweine zur Mast mit Küchenabfällen angeschafft. „Das Schicksal dieser Schweine ist mir unbekannt geblieben“, brachte der Rathauschef die Zuhörer zum Schmunzeln.

Inzwischen bietet das Bürgerheim 100 Einzel- und 23 Doppelzimmer für die vollstationäre Pflege an, sowie 15 Plätze für betreutes Wohnen. „Rheinfelden kann mehr als stolz auf sein Bürgerheim sein und wird auch die bevorstehenden Herausforderungen, die in der Pflege vielfältig sind, zu meistern wissen. Die Betriebsleitung und die Stadt sind gut aufgestellt das Bürgerheim auch in die nächsten Generationen zu führen“, blickt Eberhardt positiv in die Zukunft.

Förderverein bleitet seit 36 Jahre

Seit 36 Jahren begleitet der Förderverein das Bürgerheim. Dazu sagte die Vorsitzende Cornelia Rösner: „In Rheinfelden steckt Engagement an. Viele Bürger engagieren sich um die Lebensqualität in unserer Stadt, für das Zusammenleben, für das Gemeinwohl und sie bringen unzählige Zeit- und Geldspenden ein. Wir hoffen sehr, dass wir noch lange Spenden erhalten werden, mit Aktionen und Veranstaltungen auf uns aufmerksam machen, denn es gibt noch unendlich vieles was wir tun können“. Dabei nannte Rösner auch das Cafeteria Team und den Partnerbesuchsdienst. „Hier ist ein fruchtbarer Boden entstanden, wo man sich Zuhause fühlt“, weiß Sabine Hartmann-Müller, in ihrer Funktion als pflegepolitische Sprecherin der CDU im Landtag, auch aus eigener Erfahrung. Sie erzählte von ihrer inzwischen verstorbenen Mutter, die im Bürgerheim zur Pflege untergebracht war.

Für manchen ist es der zweite Wohnsitz

Was bedeutet für sie das Bürgerheim, fragte Heimleiterin Irene Lorenz beim Interview fünf „Bürgerheimlern“. Dazu attestierte die 98jährige Alice Dietsche: „Ich bin seit sechs Jahren im Bürgerheim, ich freue mich auf jeden Tag“. Mitarbeiter Nico Neu meinte: „Hier ist es wie in einer kleinen Familie. Man kommt gerne, und es ist zwischen Mitarbeitern und Bewohnern ein schönes Miteinander.“ Davon, dass sie die Leute, die neu kommen, immer ein wenig tröstet, erzählte Lioba Faller von der Cafeteria. Marga Lindenthal vom Partnerbesuchsdienst zollte „Miteinander, Füreinander, Nächstenliebe“ und die Dienstälteste Mitarbeiterin Friedlinde Hamburger-Carmelini gestand: „Hier ist mein zweiter Wohnsitz, ich komme nach 31 Jahren immer noch mit Herzblut“.

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