Rheinfelden Drohende Obdachlosigkeit abgewendet

Diese beiden Hunde kann der Rheinfelder Benjamin Lüdin, er musste ihretwegen seine Wohnung aufgeben, nun doch behalten. Er fand ein neues Domizil. Foto: zVg

Rheinfelden - Ein gutes Ende hat die Geschichte von Benjamin Lüdin aus Rheinfelden gefunden, der sich seit gut eineinhalb Jahren um Obdachlose kümert, zuletzt aber selbst von Wohnungslosigkeit bedroht war (wir berichteten).

Aus seiner bisherigen Wohnung in Rheinfelden Benjamin Lüdin musste ausziehen: Grund waren seine beiden Hunde: Dem Vermieter war mindestens einer davon zuviel, Lüdin selbst wiederum wollte in jedem Fall beide Vierbeiner behalten.

Drei Wochen im Wohnwagen

Nachdem Lüdin nun gut drei Wochen im Wohnwagen gelebt hatte, um allem Ungemach von Zwangsräumung und Beschlagnahme des Hundes aus dem Weg zu gehen, tat sich jetzt die erhoffte gute Lösung auf. Die Frau eines Fahrers der Hertener Spedition Werner hatte von Lüdins Not gehört, wusste, dass eine Mitarbeiterwohnung in der Firma, wo ihr Mann arbeitet, frei ist. Das Ehepaar erzählte dem Chef von der Wohnungssuche, und schon ging alles ganz schnell.

Nach einem persönlichen Gespräch mit dem Firmenchef konnte Lüdin bereits den Mietvertrag unterschreiben. Und so hat er eine neue Bleibe für sich und seine beiden American Stafford-Mischlinge zum 1. Februar gefunden.

Freude über das gute Ende

„Die Wohnung ist beinahe purer Luxus“, gerät der 31-Jährige ins Schwärmen und ist froh, dass alles ein gutes Ende genommen hat. Dass die deutlich größere und von der Lage her günstigere neue Wohnung ein wenig teurer in der Miete ist als die vorherige, steckt der 31-Jährige, der in einem Fahrradladen in Lörrach arbeitet, relativ locker weg. Denn bei der Hertener Spedition ergibt sich die Möglichkeit einer Mitarbeit. Lüdin ist nämlich gelernter Lagerist und auch ein guter Staplerfahrer.

HIlfsverein für Obdachlosen frisch aus der Taufe gehoben

Ungeachtet der guten Nachricht mit dem Finden einer neuen Wohnung gibt es auch im Bereich seiner Hilfe für Obdachlose Neues und Gutes zu berichten. Das Ziel, einen Verein zu gründen, hat er mit einigen Mitstreitern in die Tat umgesetzt. Sechs Mitglieder hoben den Verein „Spenden für Obdachlose und Bedürftige“ vor zwei Wochen aus der Taufe. Als Vorsitzender fungiert natürlich Benjamin Lüdin.

Alle anderen Vorstandsposten wurden ebenfalls besetzt. „Jetzt liegt die Sache beim Finanzamt zur Prüfung“, erklärt Lüdin und hofft, dass schon bald alles klargeht und es grünes Licht vom Amt gibt. Die bereits bestehende Facebook-Gruppe hat inzwischen deutlich mehr als 1000 Follower. „Mit einem Verein können wir aber noch viel besser helfen, könnten Spenden besser annehmen und Quittungen ausgeben“, schätzt der 31-Jährige die Lage ein.

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