Rheinfelden Freier Weg für die Demokratie

Diana Stöcker (v.r.), Karin Maßen und Elif Avcik freuen sich, dass die Stadt den Zuschlag für die Förderung bekommen hat. Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden - „Demokratie muss man üben“, ist Karin Maßen überzeugt. Demokratie sei nicht einfach so da, sagt die Pädagogin und Leiterin des Freien Theaters Tempus fugit. Es gelte sie stets und immer wieder aufs Neue und auch im Kleinen zu erarbeiten.

Desinteresse und Gleichgültigkeit seien daher gefährlich „Wir müssen vom Passiven ins Aktive und in die Aktivität kommen“, fordert Maßen. Es komme darauf an, die Lust an Demokratie und demokratischer Verantwortung zu wecken und auch das Bewusstsein zu schaffen, dass es sich so in der Stadtgesellschaft besser miteinander leben lässt.

Darum ist sie gemeinsam mit Bürgermeisterin Diana Stöcker froh und stolz, dass die Stadt mit einem besonderen Projekt des Landes zum Zug kommt und gefördert wird, an dem sie mit Tempus fugit maßgeblich und steuernd mitwirkt. „Demokratische Verantwortung stärken“, heißt das Projekt, das mit 60 000 Euro über drei Jahre verteilt bis Ende 2023 gefördert wird.

Involviert ist von Seiten der Stadt auch die Stabstelle Integration und Flüchtlinge, deren kommissarische Leitung nach dem Wechsel von Dario Rago ins Kulturamt derzeit Elif Avcik innehat.

Für die Bürgermeisterin knüpft das Projekt nahtlos an die beiden Vorgängerprogramme „Integration und Teilhabe“ sowie das „Wertejahr“ an. Mit Tempus fugit sieht sie zudem den perfekten Partner für die Durchführung und Umsetzung gefunden. Das Programm geht unter dem Dach „Integration vor Ort – Stärkung kommunaler Strukturen“ des Ministeriums Soziales, Gesundheit und Integration über die Bühne.

Offiziell gestartet war das Projekt mit einer „Kick-off-Onlinekonferenz“, an der sich 29 Teilnehmer und Institutionen beteiligt hatten. Inzwischen ist die erste Recherchephase vorbei. Im Boot sitzen Partner wie St. Josefshaus, Jugendreferat, Familienzentrum, Freundeskreis Asyl und einige mehr.

Karin Maßen hätte gerne auch Vereine in irgendeiner Form dabei. Fest steht hingegen, dass es auch unter der Leitung von Regina Wessely eine Gruppe mit Zufallsbürgern gibt. Und alle widmen sich der Thematik Demokratie, Demokratieverständnis, gegenseitige Achtung und Respekt sowie Toleranz und Integration.

Ab September gehen die Gruppen an die Erarbeitung von Aktionsplänen, sprich: Wie mit unterschiedlichen Ansätzen das Demokratiethema dargestellt und – mit Unterstützung von Tempus fugit – in die Öffentlichkeit getragen und präsentiert werden kann. Maßen rechnet dabei mit ebenso spannenden wie überraschenden Begegnungen. Das soll dann ab dem kommenden Jahr passieren.

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