Rheinfelden Freudentränen, Emotionen und ein knallvoll gepacktes Auto

Haben eine Riesenfreude bei der Spendenübergabe (von links): die Fressnapf-Mitarbeiterinnen Samantha Traub, Vanessa Hofmann, Jennifer Broszeit und Angela Koch. Ihr Chef Marco Passio trägt Hannelore Nuß vom Tierheim auf Händen.Fotos: zVg Foto: Die Oberbadische

Von Tim Nagengast

Rheinfelden. Mit einer besonderen Geste haben die Mitarbeiter der Rheinfelder Fressnapf-Filiale am Vormittag des Heiligabends die Leiterin des Tierheims, Hannelore Nuß, überrascht. Am Ende flossen Tränen der Freude – und nur Corona verhinderte, dass sich Fressnapf-Geschäftsführer Marco Passio, seine Mitarbeiterinnen und Hannelore Nuß in die Arme gefallen wären.

Was war passiert? Wie Passio begeistert berichtet, hatten seine Mitarbeiterinnen die Idee, zur Weihnachtszeit nicht einfach nur eine Spendenkasse für einen guten tierischen Zweck bereitzuhalten. Stattdessen stellten sie in den Märkten in Binzen, Müllheim und Rheinfelden jeweils im Eingangsbereich einen selbstgeschmückten Weihnachtsbaum auf. Dieser wurde in Rheinfelden mit „Wunschkarten“ des örtlichen Tierheims behängt.

Auf diesen Karten war jeweils ein Farbfoto von einem Tierheimbewohner und dessen individueller Wunsch beziehungsweise Bedarf an Spezialfutter, Pflegeprodukten, Spielzeug, Betten, Kissen oder ähnlichem zu sehen.

Zahlreiche Kunden nahmen gerne die Gelegenheit wahr, sich eines oder sogar mehrere Tiere auszusuchen und ihnen einen Wunsch zu erfüllen. Diese Geschenke wurden dann unter den Weihnachtsbaum gelegt.

Doch damit nicht genug. Die Mitarbeiterinnen der Rheinfelder Fressnapf-Filiale und ihr Chef Marco Passio packten auf den von den Kunden gestifteten Geschenkeberg sogar ihr komplettes Trinkgeld „und noch ein bisschen was zusätzlich“ (Passio) obendrauf. Summa Summarum: 555,55 Euro extra.

Und dann kam Hannelore Nuß und traute ihren Augen nicht, wie Passio berichtet. „Hannelore fuhr am Ende mit einem megamäßig vollgepackten Auto weg. Davor hat sie so geheult vor Freude.“ Gerne hätten sich alle umarmt, aber Corona ließ das leider nicht zu, wie Passio bedauert.

Selbst im Nachgang der Aktion ist die Emotionalität noch herauszuhören. „Sie glauben nicht, wie megastolz ich als Chef auf meine Mädels bin. Gerade diese Aktion hat mir wieder gezeigt, dass ich einfach die richtigen Mitarbeiter habe. Das nenne ich mal Empathie, so eine Idee zu entwickeln. Das ist doch echt der Hammer“, erzählt Passio im Gespräch mit unserer Zeitung. „Sie hätten das miterleben müssen! Diese Emotionen! Diese Freude, als Frau Nuß den Geschenkeberg für die Tiere im Rheinfelder Tierheim sah – und dann noch die Spende von uns als Team obendrauf. Das Auto war knallvoll mit Paketen. Denn sogar dann noch, als überhaupt keine Wunschkarten mehr am Weihnachtsbaum gehangen haben, haben Kunden weiterhin Sachen für die Tiere gekauft und unter den Baum gelegt. Da waren sogar Leute dabei, die selbst gar keine Tiere halten, aber von der Aktion gehört hatten und helfen wollten“, berichtet der Fressnapf-Geschäftsführer mit Freude und Stolz in der Stimme.

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