Rheinfelden Friedrichstraße soll Schwerpunkt werden

Edwind Rütschle wurde für seine Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Diese Auszeichnung erhielten auch Christel und Hartmut Buck, die aber leider nicht zur Versammlung kommen konnten. Foto: Rolf Reißmann

Rheinfelden - Scharfzüngig wie immer erstattet Gustav Fischer den Bericht des Vorstandes an die Mitgliederversammlung des Gewerbevereins. Seit 2005 ist er 1. Vorsitzender und hat in dieser Zeit den Verein aus einem Tief geführt. So erinnerte er an die damals erheblichen Leerstände im Handelsnetz, die alte Rheinbrücke war gerade für den Autoverkehr geschlossen worden und so nahm der Zustrom von Kunden in die Stadt aus mehreren Gründen immer weiter ab. Entscheidenden Anteil bei der Zentrumsbelebung sprach Fischer dem Cityfest und den Märkten zu, beide seien inzwischen attraktive Formen für die Kundegewinnung geworden.

Die Vereinsarbeit lebt wieder auf

Fischer nannte vor allem Frank Sattler und Dieter Maier, die mit vielen Ideen diese Feste belebten. Zwar gab es einige Veranstaltungen des Vereins, doch es kamen zu wenige. Es könne eben nicht jeder sein Geschäft zuschließen und einen ganzen Nachmittag lang zum Verein gehen, erklärte Fischer. Viel mehr zeigte eine Umfrage, dass nahezu 70 Prozent der Mitglieder Interesse an regelmäßigen Hocks haben, bei denen Ideen besprochen werden.

Mitglider wünschen den Dialog

Kritische und anregende Dialoge wünschen sich Vereinsmitglieder mehr denn je. Als sich in der Versammlung einige Neumitglieder vorstellten, forderte Bernd Leitzenbach seine Kollegen auf, Mut zu neuen Lösungen im eigenen Geschäft zu haben. Neue Partnernetzwerke seien dazu ebenso erforderlich wie die Ablösung althergebrachter, aber eben nicht mehr erfolgreicher Arbeitsformen. Peter Birlin, neuer Geschäftsführer der Mühle in Degerfelden, empfahl, für den Gedankenaustausch der Händler und Gewerbetreibenden eine neue Plattform zu schaffen.

Leistungsverbund gewann an Ansehen

Frank Sattler leitet den Leistungsverbund und zog Bilanz über die Veranstaltungen, mit denen sich dieser Zusammenschluss von rund 25 Unternehmen an die Kunden wandte. So gab es Gespräche mit den Kirchen, um auch künftig Zustimmung für die verkaufsoffenen Sonntage zu finden. „Erfreulicherweise,“ so sagte Sattler, „gab es einen Kompromiss,denn für den Handel sind diese Tage sehr wichtig, weil sie Gelegenheit bieten, dass Familien geschlossen große Einkäufe langfristig vorbereiten.“ Als Erfolg etablierte sich mittlerweile auch die Glückssternaktion in der Vorweihnachtszeit.

Probleme liegen vor den Geschäften

Unzufrieden zeigte sich Gustav Fischer mit der Entwicklung der Friedrichstraße. Die bisher vom Gewerbeverein gegebenen Anregungen seien bisher nur ungenügend aufgegriffen worden. Diese einst florierende Geschäftsstraße sei mittlerweile von einem spürbaren Niedergang gezeichnet. „Dort erleben wir Strukturbrüche, die nur zu einem Nebeneinander von Wettbüros und Spielhallen frühen,“ beschrieb er. Freilich sei der nach wie vor starke Durchgangsverkehr ein großes Hindernis, dennoch müssten sich Gemeinderat, Stadtverwaltung und Gewerbetreibende gemeinsam um Lösungen bemühen. In diesem Zusammenhang griff er die Forderung der IG Velo auf, den Autoverkehr in der Nollinger Straße und der Friedrichstraße noch weiter einzuschränken, solche Vorschläge seien für den Handel in der Innenstadt absolut untauglich und schreckten weitere Investoren ab.

Gustav Fischer kandidiert zum letzten Mal

Seit 14 Jahren führt Gustav Fischer den Gewerbeverein, noch einmal stellte er sich zur Wahl für weitere zwei Jahre. Dies aber nur, wie er erklärte, weil sich bis jetzt noch kein Nachfolger fand. Aber dies sei nun wirklich seine letzte Arbeitsperiode, jüngere Vereinsmitglieder sollten sich schnell damit befassen, wer die Verantwortung und Führung übernehmen kann. Ebenso wurden die beiden Stellvertreter Frank Sattler und Alois Kühn sowie die Beisitzer Ewald Lützelschwab, Stefan Senger, Süleyman Emre, Annette Frech und Joachim Kiener sowie Kassiererin Rita Baumgartner einstimmig gewählt.

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