Rheinfelden FSV-Umzug kommt weiter voran

So stellt sich der Fußball-Stadt-Verein sein neues Clubhaus vor. (Visualisierung) Foto: zVg

Rheinfelden - Der Hauptausschuss hat am Montag die Förderung des FSV-Umzugs befürwortend an den Gemeinderat weitergeleitet.

Das Votum fiel einstimmig nach ausführlicher Diskussion. Dabei muss nur die Nettosumme von 2,2 Millionen Euro betrachtet werden, wie Hauptamtsleiter Hanspeter Schuler erläuterte, denn Vereine sind berechtigt, Vorsteuern wie die Mehrwertsteuer abzuziehen. Das hatten im Vorfeld auch Vorsitzender Patrick Da Rugna und Dieter Meier für den Förderverein unserer Zeitung erklärt. Nicht gefördert werden kann der Wirtschaftsteil im neuen Clubheim, wie Oberbürgermeister Klaus Eber­hardt festhielt, der auch darauf verwies, dass der Umzug notwendig geworden sei, da der FSV wegen der Seveso-Richtlinie an der Richterwiese keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr hatte.

Die Diskussion

Dem konnten die Gemeinderäte folgen. Dabei betonte Paul Renz (CDU), dass ein eigener Platz wegen der vielen Mannschaften, insbesondere aber wegen der Jugendarbeit – laut Da Rugna werden 150 Kinder und Jugendliche betreut – sicher vernünftig sei. Grundsätzlich stimmte Karin Paulsen-Zenke ebenso bei. Die Sozialdemokratin verwies aber auch darauf, dass die Stadt auf eine Wohnbaufläche zugunsten des FSVs verzichtet. Was die Frage ihres Fraktionskollegen Gustav Fischer provozierte, was denn eigentlich sei, wenn die Stadt die im FSV aufgegangenen Traditionsvereine fördern müsste. Diesen Einwand quittierte der Verwaltungschef mit dem Stoßseufzer: „Das wäre ein Horrorszenario.“

Deutlich wurde bei der Diskussion, dass noch viele Punkte abgeklärt werden müssen. Dennoch empfahl der Ausschuss dem Gemeinderat, sowohl die überplanmäßige Ausgabe von rund 900 000 Euro, die laut Stadtkämmerer Udo Düssel aus finanztechnischen Gründen noch in den laufenden Haushalt eingestellt werden muss, als auch den Zuschuss von insgesamt 1,2 Millionen Euro nach den neuen Sportförderrichtlinien anzunehmen. Die Förderrichtlinien hatte das Gremium zuvor einstimmig an den Gemeinderat zur Beschlussfassung übergeben. Dort heißt es, bei Bautätigkeiten soll die Förderquote bei 20 bis 30 Prozent der zuschussfähigen Baukosten liegen. Zugleich wird aber auch festgehalten: „Bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände kann im Einzelfall auf Antrag ein höherer Zuschuss gewährt werden.“

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