Rheinfelden Für die Eltern wird es teurer

An Hebel- und Dinkelbergschule (Foto) bietet die Stadt Kernzeitbetreuung und flexible Nachmittagsbetreuung an. Die Gebühren sollen jetzt erhöht werden. Foto: Gerd Lustig Foto: Die Oberbadische

Die Kernzeitbetreuung und die flexible Nachmittagsbetreuung an Schulen sind seit vielen Jahren verlässliche Angebote und wichtige Eckpfeiler bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Künftig müssen die Eltern in Rheinfelden dafür aber tiefer in die Tasche greifen.

Von Gerd Lustig

Rheinfelden. Auf Vorschlag der Ende des vergangenen Jahres gebildeten Haushaltsstrukturkommission hat die Verwaltung nun moderate Erhöhungen der Gebühren erarbeitet. Noch gibt es Gesprächs- und Diskussionsbedarf in einigen Fraktionen. Bei zwei Enthaltungen gab der Hauptausschuss am Montagabend aber schon einmal ein klares Votum ab. Das letzte Wort hat aber der Gemeinderat am 22. Juli. Die neue Gebührensatzung soll dann ab dem neuen Schuljahr 2021/22 gelten.

Konkret heißt das: An den beiden Bildungseinrichtungen Hebel- und Dinkelbergschule, an denen die Stadt die Betreuungsleistungen erbringt, erhöht. An allen anderen Schulen zeichnen freie Träger, wie beispielsweise der SAK, für die Betreuung verantwortlich. Wie Vanessa Hünerli vom Hauptamt, Leitung Schulen und Sport, informierte, wurde mit den Trägern über die Erhöhung der Gebühren gesprochen, damit sie ebenfalls wie die Stadt die Beiträge entsprechend anpassen können.

Die nuene Gebühren:

In Hebel- und Dinkelbergschule steigt ab dem neuen Schuljahr der Betrag für die Kernzeitbetreuung (7 bis 13.15 Uhr) von 40 auf 45 Euro monatlich fürs erste Kind, fürs zweite Kind von 25 auf 30 Euro. Die flexible Nachmittagsbetreuung Montag bis Mittwoch bis 14 Uhr (Basistarif) gibt es künftig für 30 statt bislang 26 Euro. Betreuung einen Nachmittag bis 15 Uhr kostet künftig 25 statt 22 Euro. Ein Nachmittag bis 16 Uhr kostet künftig 37 statt 32 Euro. Zwei Nachmittage bis 15 Uhr schlagen künftig mit 40 statt 35 Euro, zwei Nachmittage bis 16 Uhr mit 62 statt 54 Euro zu Buche. Drei Nachmittage bis 15 Uhr kosten künftig 58 statt 50 Euro, Betreuung bis 16 Uhr kostet 86 statt 75 Euro. Und: In zwei Jahren zum Schuljahr 2023/24 wird nochmals um rund zehn Prozent erhöht.

„Es gibt keinen Grund, die Gebühren jetzt nicht so anzupassen“, erklärte Paul Renz für die CDU-Fraktion. Karin Paulsen-Zenke (SPD) jedoch hatte schon so ihre Schwierigkeiten mit den Planungen und will die Sache nochmals in der Fraktion diskutieren. Karin Reichert-Moser (Freie Wähler) hält die Erhöhungen für angezeigt, will aber noch in der Fraktion diskutieren. Annette Lohmann (Grüne) sprach von moderaten Erhöhungen: „Es ist wichtig, dass wir diese Angebote aufrechterhalten, sie sind von großem Nutzen für die Eltern und Berufstätigen.“

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