Rheinfelden Für Schulen der Zukunft

 Foto: Gerd Lustig

Rheinfelden -  Neben den Kitas bleiben die Schulen Dauerthema in Rheinfelden. Der Schulentwicklungsplan gibt dabei die Leitlinien vor. Erstmals hat sich die Stadtverwaltung dabei professionelle Hilfe von außen geholt. Ein Fachbüro aus Regensburg hat jetzt eine Gesamtschau mit Bestandsanalyse und Vorgaben für die Zukunft präsentiert.

Die Mitglieder des Hauptausschusses begrüßten diese erstmalige Vorgehensweise der Stadt. Regina Höfler vom Schulamt Lörrach zeigte sich angetan von den Zukunftsplänen. Lediglich bei der Goetheschule solle es keinen fünfzügigen Ausbau geben, zumal die Grundschule bereits jetzt die größte im Landkreis ist.

Der geschäftsführende Rektor der Rheinfelder Schulen Hans Peter Brugger freute sich, dass endlich eine Gesamtschau erstellt wurde. Frank Grimberg, Vorsitzender des Gesamtelternbeirates, forderte indes, dass die Stadt das Thema Bildung ernster nehmen und zügig eine Gesamtsanierung der Schulhäuser vornehmen müsse. Diese Kritik wurde von den Fraktionen entschieden zurückgewiesen, es sei stets das Machbare getan worden.

„Wir vergeben für Rheinfelden die Schulnote befriedigend“, erklärte die Leiterin des interdisziplinären Fachbüros in ihrer detailgenauen Gesamtübersicht. Basierend auf den aktuellen und prognostizierten Schülerzahlen, ergab sich am Ende deutlicher Handlungs- und Investitionsbedarf, um die Rheinfelder Schullandschaft in den nächsten knapp zwei Jahrzehnten auf Vordermann zu bringen.

Während es am Gymnasium, der Hans Thoma-, Goethe- und Christian Heinrich Zeller- und Eichendorff-Schule aktuell ganz gut aussehe, gebe es für die Scheffelschule Herten, die Dinkelbergschule Minseln/Eichsel sowie für Gertrud Luckner-Realschule und Gemeinschaftsschule/Schillerschule im Verbund mit dem Schulcampus größeren Ausbau- und Sanierungsbedarf.

An der Hebelschule Nollingen wurde zwar mit Containern die Raumnot gelindert. Mittelfristig müsse aber ein Anbau oder auch das Integrieren der Schüler aus dem denkmalgeschützten alten Schulgebäude her. Noch nicht einkalkuliert werden potenzielle Schülerzahlen und etwaige Neubauten aus dem geplanten Baugebiet „Cranachstraße Ost“.

Fest steht: Es bedarf Investitionen in Millionenhöhe, um die Schule der Zukunft auf den Weg zu bringen.

Während bei der Erweiterung der Scheffelschule und einem Gemeinschaftsbau beim Campus bereits weitestgehend Einigkeit besteht, gibt es vor allem bei der angedachten Schullösung in Minseln und zum Wegfall der Außenstelle Eichsel (mit möglicher Anschlussnutzung Kinderbetreuung) größeren Diskussionsbedarf. Nicht nur aus den Fraktionen kam Kritik, unter anderem seitens der SPD, weil damit das Prinzip „Kurze Beine – kurze Wege“ wegfalle, so Uwe Wenk.

Der Eichsler Ortsvorsteher Stefan Eckert hat schwere Bedenken, sollte die Eichsler Schule wegfallen und die Kinder nach Minseln in die Grundschule müssen. Entschieden ist gleichwohl noch nichts. Die Pläne durchlaufen im Juni alle Ortschaftsräte, ehe es dann im Gemeinderat zur Entscheidung geht.

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