Rheinfelden Gebäudemanager entschuldigt sich

Die Oberbadische, 12.06.2018 18:20 Uhr

Terminldruck und die gebotene Eile, Baubeschlüsse zu fassen und Aufträge zu vergeben können manchmal dazu führen, dass auch Ortschaftsräte erst später über die beschlossenen Vorgänge informiert werden können. Was einigen auch sauer aufstößt.

Rheinfelden-Herten (mv). So geschehen im Ortschaftsrat Herten, der erst in der öffentlichen Sitzung am Montag vom Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, Erik Fiss, über die energetischen Sanierungsmaßnahmen sowie die Vergabe der Gipserarbeiten für die Ganztages-Grundschule informiert wurde. Fiss hatte sich dafür bereits schriftlich Anfang Mai bei der Hertener Ortsvorsteherin Sabine Hartmann-Müller entschuldigt und um Verständnis dafür geworben ausnahmsweise eine nachträgliche Information zu akzeptieren.

Der Amtsleiter machte dafür Abklärungen über den Bauablauf und die beantragten Fördermittel in Höhe von 200 000 Euro geltend. Diese Abklärungen hätten erst am 19. April abgeschlossen werden können. Die Vorlage für die Sitzung des Ortschaftsrates somit erst am 24. April – zu spät für die Sitzung des Ortschaftsrats am 23. April. Da im Mai keine Ortschaftsratssitzung stattfand, ging Erik Fiss nun am Montag auf die Details ein.

Der Innenputz, der Trockenbau und die Malerarbeiten zum Umbau der Scheffelschule für den Ganztagsbetrieb in Höhe von 92 600 Euro wurden laut Fiss an ein der Stadt bekanntes und sehr leistungsstarkes Unternehmen aus Grenzach-Wyhlen vergeben. Die Firma lag mit ihrem Angebot mehr als 40 000 Euro preisgünstiger als ein weiterer Bieter.

Für Diskussionen im Ortschaftsrat sorgte indes die Tatsache, dass nun zwischen der geplanten Mensa und den darüber liegenden Hallenräumen auch noch eine Brandschutzdecke eingezogen werden muss. Daher mussten die Kosten auf 102 800 Euro nach oben korrigiert werden.

Mit einem Eigenanteil der Stadt in Höhe von rund 700 000 Euro schlagen derweil die energetischen Sanierungsmaßnahmen zu Buche. Davon betroffen ist einerseits das Dach der bisherigen Schule und künftigen Ganztagesgrundschule, das als Dacheindeckung eine nicht hinterlüftete Metalleindeckung aus vorgefertigten Aluminiumprofiltafeln erhalten soll. Fiss verwies darauf, dass durch die Wärmedämmung mit Holzweichfaserplatten eine vorteilhafte Phasenverschiebung beim sommerlichen Wärmeschutz erreicht wird, was zu Verzögerung der Raumaufheizung führt.

Erfreut zeigten sich die Hertener aber darüber, dass die geplante Mensa im Untergeschoss des Gebäudes zum Schuljahresbeginn in diesem Herbst fertiggestellt werden soll. Fiss versprach indes, dass auch die übrigen Arbeiten zügig weitergehen und keine geplanten Unterbrechungen eintreten werden.