Rheinfelden Geschichten auf dem Fluss erzählt

Die Runde war schon beim Ablegen recht fröhlich. Foto: Rolf Rombach Foto: Die Oberbadische

Getreu dem Kinderlied-Motto „Eine Seefahrt, die ist lustig“ versammelten sich am Samstag Geschichtsinteressierte an der deutschen Anlegestelle der Fähre Herten-Augst. Im Rahmen des Rheinfestivals 2019 der IBA Basel bot die Gemeinde Grenzach-Wyhlen eine 90-minütige Fahrt Richtung Rheinfelden an, begleitet von Geschichte(n) und Musik.

Grenzach-Wyhlen/Rheinfelden (rom). „Es ist schon fast ein Vereinsausflug“, lachte Helmut Bauckner vom Verein für Heimatgeschichte. Viele der 27 Gäste erkannte er sofort wieder, als er die Fähre betrat. Bis auf den letzten Platz war das Schiff ausgebucht, das nach Dienstschluss des Fährbetriebs für Ausflüge wie diesen gebucht werden kann. Während die Getränke und Weingläser ausgepackt wurden, wartete die Gruppe sehnsüchtig auf den zweiten Programmpunkt: Das polnische Mallet-Duo, bestehend aus Piotr Schiller und Tomasz Myszk, die mit ihrem Marimbaphon und dem Xylophon für den musikalischen sorgten, nach dem sie zuvor erst im Schopfheimer Haus Columban einen Auftritt hatten. Kaum waren die beiden mit ihrer Ausrüstung an Bord, machte sich das Event-Schiff bereits auf den Weg rheinaufwärts. Sogleich legten die beiden schon mit einem Auszug aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ los, was gut auf beiden Seiten des Rheins zu hören war und die Gäste in Stimmung brachte.

Nach dieser Ouvertüre begann Bauckner mit der Geschichte und Geschichten der Region. Naheliegend, dass er mit den Römern begann, die zahlreiche Brücken über den Rhein gebaut hatten und unweit des Fähranlegers einen wichtigen Übergang nach Kaiseraugst hatten, der häufig von den Besitzern der Grenzacher „Römervilla“ genutzt worden sei. Mehrfach wurden die verschiedenen Rollen des Rheins betont, der mit seinen Kraftwerken die Entwicklung der Industrie bis heute fördere, wie Bauckner weiter erläuterte. „Wer weiß schon, dass bereits beim Bau der Volksschule der Lehrer 1902 die versprochene Beleuchtung angemahnt hat?“ fragte Bauckner in die Runde. Zwar wurde seit 1912 durch das Wyhlener Zwillingskraftwerk bereits Strom vor Ort produziert, doch dauerte es noch bis um 1925, bis die letzten Grenzacher einen eigenen Stromanschluss hatten.

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